Goch: Gradierwerk: Startschuss für das Millionenprojekt

Goch: Gradierwerk: Startschuss für das Millionenprojekt

Der Theaterchor Niederrhein sang zwar "Von einer Sehnsucht, die sich niemals erfüllt". Doch die Verantwortlichen gehen jetzt fest davon aus, dass sich die Sehnsucht nach dem Gradierwerk jetzt eben doch erfüllt. Gestern gab es nämlich mit einem Spatenstich den symbolischen Startschuss für das Millionenprojekt auf der Hüls. Und Bürgermeister Dominik Pichler erinnerte noch einmal daran, dass das Thema Solequelle auf der Hüls schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Pichler ging noch zur Schule, als 1992 die Quelle entdeckt wurde. Zwei Jahre später zog Pichler mit dem Chemiekurs des Gymnasiums beim Rosenmontagszug mit. Motto damals: "Wir sitzen an der Quelle."

Und die soll jetzt endlich auch genutzt werden. Wie berichtet, wird in unmittelbarerer Nähe des Bohrlochs ein Gradierwerk entstehen, das mit der Sole aus der Quelle gespeist wird. Architekt Peter Grund erläuterte noch einmal die besonder Gestaltung der Anlage. Für die hat er eine Muschelform gewählt, um damit auch die Verbindung zum Sole- und Pilgerpark zu schaffen. Schließlich ist die Muschel das Symbol des Pilgerns. Die besondere Form soll auch das Erlebnis am Gradierwerk zu einem besonderen erlebnis machen. Vorteil sei nämlich, dass es so die Wirkung der Sole im Freien und auch in einem inneren Bereich genutzt werden könne.

Das Konzept des Pilgerns greift auch der Name auf, der für die Anlage gewählt wurde. Solegarten St. Kakob wird der Bereich heißen. Eine Jury wählte den Namen aus zahlreichen Vorschlägen aus und will damit die zwei Bereich betonen. Einmal wird durch den Begriff Solepark das Thema "Wellness" in den Fokus gerückt, der Heilige Jakob steht als Symbol für das Pilgern. Das passe hervorragend, weil der legendäre Jakobsweg eben auch durch Kevelaer führe, meinte Pichler. Der betonte, dass auch nach dem Bau des Gradierwerk genug Freifläche bleibe. Vor allem von Seiten der Jugendlichen waren Befürchtungen laut geworden, "ihre" Wiese auf der Hüls sei später nicht mehr zu nutzen. "Wir wollen die Wiese mit neuem Leben füllen, aber Ziel ist es, die Wiese so zu erhalten, dass Jugendliche weiter hier ihren Platz finden und auch das Ballonfestival gier stattfinden kann",. stellte Pichler klar.

Das Projekt kostet rund 2,3 Millionen Euro, rund 1,85 Millionen Euro gibt es als Zuschuss vom Land. Wenn beim Bau alles glatt läuft, soll bereits im Sommer das Solebecken stehen. Darauf würde dann eine Holzkonstruktion erreichtet, das eigentliche Gradierwerk.

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Damit dieses auch funktionsfähig ist, ist allerdings noch Schwarzdorn nötig, an dem die Sole herabtropft, und der kann erst im kommenden Frühjahr geliefert werden. Eröffnung der Anlage soll also im nächsten Jahr sein.

Pichler hofft, dass dann auch das Hotel auf der Hüls bezugsfertig ist. Investor Bernd Zevens war beim Spatenstich zu Gast und sagte dort am Rande, dass in etwa einem Monat der bau des Komplexes starten solle. Noch warte man auf die Baugnehmegung.

(zel)