Goch Goli-Verein zeigt mehrfachen Oscar-Gewinner "Birdman"

Goch · Bevor der Open-Air-August beginnt, laden die Kino-Enthusiasten ins Traditions-Lichtspielhaus an der Brückenstraße ein.

Am letzten Kinowochenende vor dem großen Goli-Open-Air-August mit fünf Filmen an allen fünf August-Samstagen im Museumsgarten Goch ist im Goli Theaterder Oscar-Abräumer des letzten Jahres zu sehen: "Birdman".

Dazu schreiben die Goli-Freunde: "In Alejandro G. Iñárritus existenzieller Komödie erhofft sich Riggan Thomson (Michael Keaton) durch seine Inszenierung eines ambitionierten neuen Theaterstücks am Broadway, neben anderen Dingen, vor allem eine Wiederbelebung seiner dahin siechenden Karriere. Zwar handelt es sich um ein ausgesprochen tollkühnes Unterfangen - doch der frühere Kino-Superheld hegt größte Hoffnungen, dass dieses kreative Wagnis ihn als Künstler legitimiert und jedermann, auch ihm selbst, beweist, dass er kein abgehalfterter Hollywood-Star ist.

Doch während die Premiere des Stücks unaufhaltsam näher rückt, wird Riggans Hauptdarsteller durch einen verrückten Unfall bei den Proben verletzt und muss schnell ersetzt werden. Auf den Vorschlag von Hauptdarstellerin Lesley (Naomi Watts) und auf das Drängen seines besten Freundes und Produzenten Jake (Zach Galifianakis) hin engagiert Riggan widerwillig Mike Shiner (Edward Norton) - ein unberechenbarer Typ, aber eine Garantie für viele Ticketverkäufe und begeisterte Kritiken.

Bei der Vorbereitung auf sein Bühnendebüt muss er sich nicht nur mit seiner Freundin, Co-Star Laura (Andrea Riseborough), und seiner frisch aus der Entzugsklinik kommenden Tochter und Assistentin Sam (Emma Stone) auseinandersetzen, sondern auch mit seiner Ex-Gattin Sylvia (Amy Ryan), die gelegentlich vorbeischaut, um die Dinge in ihrem Sinn zu richten."

Bei den Oscar-Verleihungen im vergangenen Jahr erhielt Iñárritus' Film unter anderem Auszeichnungen für den besten Film, die beste Regie, das beste Drehbuch und die beste Kamera. Philipp Holstein und Dorothee Krings urteilten in der Rheinischen Post: "Mit diesem Film hat Alejandro G. Iñárritu die Königsdisziplinen wie Bester Film und Beste Regie abgeräumt - er ist der große Sieger der Oscar-Nacht. Hollywood hat damit nicht nur einen Film belohnt, der den Narzissmus der Showbranche vorführt, sondern einen Regisseur, der seit Jahren Dramen von enormer Wucht abliefert. Viel war zuletzt davon die Rede, Hollywood sei zu "weiß", schwarze Künstler bekämen keine Chance, Iñárritu ist Mexikaner und hat ein Gespür dafür, welche Kritik in den USA wehtut."

Der Film läuft am Samstag, 18. Juli, um 20 Uhr und am Sonntag, 19. Juli, um 15.30 Uhr und 20 Uhr. Der Eintritt kostet 4,50 Euro, Einlass ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Popcorn und Getränke gibt es zu kleinen Preisen.

(RP)