Goch: "GoGy" feiert mit närrischem Jubiläum

Goch: "GoGy" feiert mit närrischem Jubiläum

1906 wurde Gochs städtisches Gymnasium als "Realprogymnasium" gegründet. Seitdem hat sich nicht nur die Adresse der Schule geändert. Närrisches Datum verweist auf Karneval und eine gute, persönliche Atmosphäre.

Wenn das kein Kompliment für die Heimatstadt ist: Mit Blick auf die Bedeutung Gochs im niederrheinischen Karneval hat das städtische Gymnasium beschlossen, nicht etwa sein 110-jähriges Bestehen, sondern den 111. Geburtstag zu feiern. Ein echt närrisches "Jubiläum", das im kommenden Jahr einige Male gewürdigt werden soll. Den Anfang macht - natürlich - ein Treffen zu Beginn der Session: Am Samstag, 7. Januar, nutzt die Schule den Umstand, dass ihre Turnhalle ohnehin für den Karneval geschmückt ist. Am Tag zwischen Prinzenkür und Prinzentreffen lädt das neu gegründete "Alumni"-Netzwerk aus Ehemaligen alle früheren Mitglieder der Schulgemeinde ein. Gilbert Wehmen, Abiturient von 2015 und inzwischen Jurastudent in Bonn, wünscht sich, dass junge und ältere frühere Schüler des "GoGy" ihre alte Freundschaft wach halten und sich vielleicht sogar durch Kontakte beruflich weiterhelfen können.

Dank einer Liste, die zur 100-Jahr-Feier aufgestellt wurde, ist der Großteil der Ehemaligen bekannt und wird eingeladen. Die übrigen hören wohl über Bekannte davon oder sehen eines der Plakate, das die Schule entworfen hat: "111mal GoGy" steht darauf, und in dem wellig geformten Schullogo finden sich 111 Begriffe wieder, mit denen Schüler, Eltern und Lehrer etwas anfangen können. Von "Atempause" (Schülerzeitung) über "Tomate-Mozarella" (Pausen-Snack), "Integration" und "Sanitäter" bis hin zu "Weihnachtskonzert" werden da Dinge benannt, die ganz eng zum städtischen Gymnasium gehören. Kunstlehrerin Lena Keuck und Schülerin Lucia Bürvenich verantworten das Design, wobei die "Welle" noch der ehemalige Lehrer Udo Sander entworfen hatte.

Als "Realprogymnasium" ging es 1906 los mit der Schule, die sich seit 1999 in modernen Räumen an der Hubert-Houben-Straße befindet. Neben der Vermittlung der Studierfähigkeit und der Vorbereitung auf eine berufliche Ausbildung zählen am "GoGy" auch Arbeitsgemeinschaften, Exkursionen, eine familiäre Atmosphäre und Kooperationen mit außerschulischen Partnern. "Dieses Miteinander kann man auch bei der Planung des Jubiläumsjahres erkennen", erklärt Schulleiter Christoph Peters. Schüler, Eltern und Lehrer engagieren sich dabei und haben noch einiges vor. Zwar möchte die Schulpflegschaftsvorsitzende Bettina Kracht noch nicht ganz viel verraten, aber dass eine größere Gruppe Schüler als Fußgruppe beim Rosenmontagszug mitzieht (eventuell 111 Jungen und Mädchen?) scheint gewiss.

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Weiterer größerer Programmpunkt wird das sommerliche Schulfest am Samstag, 1. Juli, sein. Lehrerin Katharina Maslow: "Dabei werden sich unsere AGs präsentieren, es gibt Sport und Spaß und natürlich gutes Essen und Trinken. Ein Fest für die gesamte Schulgemeinde und die interessierte Öffentlichkeit." Mit einem Sponsorenlauf am Samstag, 23. September, schauen die Schüler dann mal deutlich über ihren eigenen Tellerrand hinaus. Die Einnahmen sollen nämlich für die Uganda-Hilfsgruppe "Mumaaso" (sie verhilft Waisenkindern zu Schulbildung) und ein noch nicht feststehendes lokales Projekt verwendet werden. Je besser die Schüler werben und je länger sie laufen, umso mehr werden sie für die gute Sache verdienen.

Das ganzjährige Event soll, erklärt Peters, "die Identität der Schulgemeinde fördern und die Öffentlichkeit auf unsere Angebote und die gute Atmosphäre hier aufmerksam machen."

Die Stärken des "GoGy" zu kennen ist schließlich wichtig, wenn es demnächst wieder um die Anmeldung zu den weiterführenden Schulen geht.

(RP)
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