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Goch: GoFair-Laden: nun auch kleine Krippen-Welt

Goch : GoFair-Laden: nun auch kleine Krippen-Welt

Kleine und mittelgroße Krippen, allesamt handgefertigt, aus aller Welt, afrikanisch anmutend oder südamerikanisch: Der GoFair-Laden, das ökumenische Eine-Welt-Geschäft, bietet sie erstmals "richtig" an.

Aus Ton, aus Holz, aus Keramik sind sie. Palmblätter — ein anderes, natürliches Material. Nur aus einem sind sie nicht. Aus Plastik. Denn das, sagt das Team vom GoFair-Laden in Goch, würde nun wirklich nicht passen. Denn: Der Eine-Welt-Laden, von der Frauenstraße umgezogen ins weitaus geräumigere Geschäftslokal an der Verbindungsgasse von der Voßstraße zum Steintor, hat in seiner kleinen Krippenausstellung gleich vorne rechts im Geschäft nur eines nicht: Massenprodukte. Stattdessen: "Alles Unikate, alles mit viel Liebe kunsthandwerklich gefertigt." In Südamerika beispielsweise oder auch in Afrika. So kommt es, dass die so herzig dreinschauenden Eltern Maria und Josef manchmal fröhlich-bunte Indio-Gewänder tragen. Oder dass sie groß und schlank sind wie Massai. Viele Stunden Handarbeit stecken in diesen Krippen. Der Preis? Erstaunt. Dreistellig wird da nichts. Für runde 30 Euro gibt es schon komplette kleine Krippen.

Eine Tatsache, die erstaunt. Denn: Diese, auch diese Waren des GoFair-Ladens sind genau das. Fair gehandelt nämlich. Es sei, sagt Monika Riße vom ökumenischen Team der Ehrenamtlichen die den Laden am Laufen halten, gesichert, dass die Kunsthandwerker einen anständigen Preis für ihre Erzeugnisse bekämen. Einen, von dem sie leben könnten, statt ausgebeutet zu werden. Umso mehr staunen die Kunden, wenn sie sehen, wie wenig diese Krippen dann trotzdem kosten. Und kaufen.

Das Interesse, erzählt das Team, gehe quer durch alle Altersgruppen. Auch und gerade alte Menschen interessierten sich für die hochwertigen und nur auf den ersten Blick manchmal etwas ungewöhnlich anmutenden Szenen von Christi Geburt. Beispielsweise dann, wenn sie in kleinere Wohnungen ziehen oder ins Altenheim. "Dann geben sie ihre manchmal sehr großen Krippen in der Familie weiter, verschenken oder verkaufen sie anderweitig, weil sie sie nicht mehr aufbauen können", so Monika Riße. Die Krippen — ein Beispiel für viele.

Fair gehandelte Produkte — das Angebot reicht über Kaffee und Schokolade, über die wenigen "Mitleidsartikel" von vor 20 Jahren, weit hinaus. Das Team setzt, zusätzlich zum großen Angebot an Lebensmitteln aller Art, inzwischen längst Trends. Wie beispielsweise bei hochwertigen, aber nicht teuren Geschenkartikeln.

(RP)