Goch: GOFA hat einen neuen "Chef"

Goch: GOFA hat einen neuen "Chef"

Die Janssen-Geschäftsführung zieht sich zurück.Mit der Übernahme der Gocher Fahrzeugbau GmbH (Gofa) durch "Chart Industries" leitet nun Alexander Schramm das Unternehmen. Nun kam Barbara Hendricks (MdB) zu Besuch.

Eine Ur-Gocherin wird 50: die GOFA. Und weil das in Zeiten schwieriger wirtschaftlicher Fahrwasser keine Selbstverständlichkeit ist, feiert die Gocher Fahrzeugbau GmbH diesen Geburtstag am kommenden Freitag mit einem großen Fest für Mitarbeiter und Kunden.

Es wird nicht nur ein Fest zum Fünfzigsten, sondern auch ein Fest zur Ehrung des Lebenswerkes von Heinrich Janssen sowie ein Fest zum Neuanfang. Denn: Im vergangenen Jahr kaufte das amerikanische Unternehmen "Chart Industries" die Gocher Fahrzeugbauer (RP berichtete), "um die Zukunft des Unternehmens und Arbeitsplätze an diesem Standort langfristig zu sichern", wie die bald ausscheidende Geschäftsführerin und Tochter des Firmengründers, Christa Janssen, betont. Ihr direkter Nachfolger ist Alexander Schramm.

Gemeinsam empfingen die beiden GOFA-Spitzen nun das Bundestagsmitglied Dr. Barbara Hendricks (MdB) in den Hallen des Traditions-Fahrzeugbauers, der unter anderem Auflieger, Aufbauten und Anhänger sowie Tank- und Silofahrzeuge fertigt. "Herr Schramm wird das Unternehmen in unserem Sinne weiterführen", versicherte Christa Janssen, "das Unternehmen wird hoffentlich weiter wachsen." Mit einem Jahresumsatz von mehr als 20 Millionen Euro und 130 Mitarbeitern sei die Firma bestens aufgestellt. Der Verkauf im vergangenen Jahr sei einerseits auf Grund einer fehlenden (familiären) Nachfolge, andererseits auch als Sicherung für die Zukunft des Standortes notwendig geworden.

1962 gründete Heinrich Janssen die Gocher Fahrzeugbau GmbH. Drei der sieben Kinder waren mit in das Unternehmen eingestiegen, welches Heinrich Janssen bis zu seinem Tod aufgebaut, geführt und geleitet hat. "Ohne ihn wäre die GOFA nicht das, was sie heute ist: erfolgreich", stellte Christa Janssen beim Besuch der SPD-Politikerin vor.

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Aktuell setzt die GOFA auf die Fahrzeug-/Tankherstellung für das Flüssigerdgas, kurz LNG. "Wir sind auch für diesen Trend im Energiesektor bestens gerüstet", so Schramm, "die Zukunftsaussichten sind sehr gut." Mit der neuen Unternehmensführung, deren Zentrale in Ohio ansässig ist, verspreche man sich noch stärkeren Zugang zu internationalen Märkten.

"Chart Industries" ist ein weltweit führender Hersteller von Anlagen rund um Kohlenwasserstoff- und Industriegase. Die GOFA hat längst eine europaweite Führungsrolle, bildet regelmäßig aus und sucht auch aktuell noch Mitarbeiter (siehe Info-Kasten).

Und was sagt Dr. Barbara Hendricks dazu? "Die GOFA ist so, wie man sich einen hervorragenden Mittelstand vorstellt."

(kare)
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