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Gocher wegen Drogenhandel vor Gericht

Gericht Kleve : Gocher wegen Drogenhandel vor Gericht

Zweimal soll der Angeklagte von einem inzwischen verurteilten Gocher Pärchen 50 Gramm erworben haben, zweimal 500 Gramm und einmal gar zwei Kilogramm.

Ein 26-jähriger Mann aus Goch soll in fünf Fällen mit Betäubungsmitteln gehandelt haben, dreimal davon mit nicht geringen Mengen. Das wirft ihm die Klever Staatsanwaltschaft vor. Seit Montag muss sich der Angeklagte, der seit rund zehn Monaten in Untersuchungshaft sitzt, vor dem Klever Landgericht verantworten. Laut Anklage soll der heute 26-Jährige 2017 in Goch einen „engen deliktischen Kontakt“ zu zwei mittlerweile wegen Betäubungsmittelhandels verurteilten Gochern unterhalten haben. Dabei sei es laut Staatsanwaltschaft vor allem um den Handel mit Amphetamin gegangen: Zweimal soll der Angeklagte von dem verurteilten Gocher Pärchen 50 Gramm erworben haben, zweimal 500 Gramm und einmal gar zwei Kilogramm. In kleineren Mengen soll auch Ecstasy und Marihuana den Besitzer gewechselt haben. Zum „gewinnbringenden Weiterverkauf“ soll der heute 26-Jährige die Drogen von dem Gocher Pärchen erworben haben. Die Drogen habe der Angeklagte dann unter anderem in Goch und Oberhausen weiterverkauft, an gesondert verfolgte Abnehmer, so der Staatsanwalt.

„Die Taten werden so eingeräumt, wie sie in der Anklage stehen“, erklärte der Strafverteidiger des 26-Jährigen am Montag vor der 1. Großen Strafkammer des Klever Landgerichtes. Die eingeräumten Fälle waren nicht die ersten Berührungspunkte des Angeklagten mit Drogen: In seinem Strafregister finden sich bereits mehrere Verurteilungen wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln.

Zu seinen Gründen für das nun angeklagte Handeltreiben und zum Ablauf der Geschäfte machte der 26-Jährige am Montag noch keine ausführlichen Angaben. Der Prozess wird am 16. März um 10 Uhr in der Schwanenburg fortgesetzt. Dann sollen mehrere Zeugen vernommen werden – darunter die bereits verurteilte Frau, die zusammen mit ihrem damaligen Lebensgefährten die Drogen an den jetzigen Angeklagten verkauft haben soll.

Als „Kings von Goch“ hatte sich das Pärchen in einschlägigen Kreisen der Weberstadt einen Namen gemacht (wir berichteten mehrfach).