Gocher wegen Diebstahl und Beleidigung verurteilt

von jens helmus : 31-jähriger Gocher wegen Diebstahls und Beleidigung verurteilt

Nachdem er erwischt wurde, hatte der Mann das Supermarkt-Personal bedroht und angespuckt. Nun muss er rund 1200 Euro Strafe zahlen.

Ein 31-jähriger Mann aus Meckenheim ist am Montag vor dem Klever Landgericht wegen Diebstahls und tätlicher Beleidigung verurteilt worden. 91 Tagessätze à 13 Euro (also insgesamt 1183 Euro), lautete das von der zweiten großen Strafkammer um den Vorsitzenden Richter Gerhard van Gemmeren verhängte Strafmaß. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin – einer 45-jährigen Kölnerin, mit der er zur Tatzeit in Goch lebte – hatte der Angeklagte im März 2017 Alkohol, Schokolade und Käsestangen im Gesamtwert von knapp 100 Euro aus einem Kellener Supermarkt entwenden wollen. Am Ausgang wurde das Paar jedoch von zwei aufmerksamen Verkäuferinnen des Supermarktes gestoppt. Nachdem die 45-Jährige zunächst auf die beiden Angestellten eingeschlagen hatte, konnten diese die Ladendiebe in einen gesonderten Raum geleiten und die Polizei verständigen.

Der 31-Jährige, der bis dahin ruhig geblieben war, wollte im Nebenraum auf die Toilette, was die Mitarbeiterinnen jedoch nicht erlaubten. Daraufhin wurde auch er wütend, beleidigte eine der Angestellten und spuckte dieser auf Hand und Pullover. „Er sagte, wenn ich keine Frau wäre, würde ich jetzt tot in der Ecke liegen“, erinnerte sich die 31-jährige Einzelhandelskauffrau am Montag im Zeugenstand.

Der Angeklagte gestand die Taten und entschuldigte sich bei den beiden Supermarkt-Mitarbeiterinnen, die am Montag als Zeuginnen geladen waren. Er erklärte, er habe mit dem Diebesgut Geld für Drogen beschaffen wollen.

Der 31-Jährige blickt auf eine lange Drogenkarriere zurück: Cannabis mit 11 Jahren, Alkohol mit 13, Amphetamin mit 16, Kokain mit 17, wenig später kam das Heroin hinzu. „Und vieles mehr. Ich habe die komplette Palette durch“, sagte der mehrfach vorbestrafte Angeklagte im Gerichtssaal. Seine ehemalige Lebensgefährtin wurde wegen des Vorfalls bereits Anfang September verurteilt.

Eigentlich hätte die Strafsache gegen den 31-jährigen Gocher damals mitverhandelt werden sollen – da der Mitangeklagte jedoch nicht zum Termin erschien, wurde das Verfahren getrennt und am Montag verhandelt.