Gocher Software-Entwickler Z3 mit zwei TYPP3-Awards ausgezeichnet

Lokale Wirtschaft : Branchen-Award für Mera-Homepage

Eine Gocher Firma für Software-Dienstleistungen wurde mit zwei wichtigen Branchenpreisen ausgezeichnet. Zdrei-Geschäftsführer Fabian Seltmann setzt für die Zukunft des Unternehmens auf seine Heimatstadt.

Der Mann ist bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Wenn es in der Nähe brennt oder die Retter bei einem Unfall gebraucht werden, sitzt er innerhalb weniger Minuten in einem der Fahrzeuge des Löschzugs Stadtmitte. Denn die Feuerwache ist gleich um die Ecke. Seltmanns Büro liegt am Tichelweg – ebenso wie einige andere Unternehmer und Mitarbeiter des Gocher Gewerbegebiets kann der 35-Jährige im Ernstfall blitzschnell an der Wache sein. Deutlicher als durch dieses ehrenamtliche Engagement kann man kaum zeigen, irgendwo zu Hause zu sein. Seltmanns Bekenntnis zu Goch freut auch seine Kunden, die es schön finden, Ansprechpartner in der Nähe zu haben. „Köln, Goch, Zürich“ sind die Standorte von Z3 – „aber Goch ist der wichtigste“, sagt Seltmann schmunzelnd. Gerade hat das Unternehmen für Software-Dienstleistungen zwei wichtige Branchenpreise gewonnen: TYPO3-Awards.

Die Auszeichnungen in den Kategorien „e-Commerce“ und „Best Website of the Year“ verbuchen Seltmann und seine Kollegen nicht nur als eigene Leistung; da ist ja noch das Marketing-Team des wichtigen Kunden, für den die Website erstellt wurde, zu nennen: Mera Tiernahrung. Für das Kevelaerer Unternehmen hat Z3 die Internetseite entwickelt und optimiert sie ständig. Bei der Feier in Den Haag im Rahmen der International TYPO3-Konferenz waren entsprechend natürlich auch Mera-Vertreter anwesend.

„Das sind wirklich prestigeträchtige Preise, die wir da bekommen haben. Immerhin wurden 200 Projekte eingereicht, und wir haben gar nicht damit gerechnet, berücksichtigt zu werden, schließlich haben wir uns zum ersten Mal beworben“, erzählt der Gocher. Denn die Firma ist noch jung. 2014 wagte Seltmann den Sprung in die Selbstständigkeit, seit 2017 ist das Unternehmen eine Gmbh. Zwölf Mitarbeiter teilen sich die Arbeit, und die Verantwortung wurde auf sechs Schultern verteilt. Timo Poppinga in Köln und Sven Wächli in Zürich sind ebenfalls Geschäftsführer.

Nicht alle sind wie Seltmann „vom Fach“. „Seiteneinsteiger, die sich lange hobbymäßig mit der Datenverarbeitung beschäftigt haben, sind oft sehr kreative Leute“, weiß der Gocher. Handwerker, Elektrotechniker oder auch Kaufleute mit mathematisch-logischem Verständnis seien häufig erfolgreiche Quereinsteiger. Er selbst hat nach dem Fachabitur am Berufskolleg eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht und in verschiedenen Unternehmen gearbeitet. „Aber ich wollte nicht in der Großstadt bleiben. Warum auch: Digitale Unternehmen können ebenso gut auf dem Land agieren.“ Der 35-Jährige baute ein Haus in seiner Heimatstadt, wo er mit Frau und Kind lebt.

Im Jahr 2018 bezog zdrei Büroräume im Gewerbegebiet an der Tichelstraße. Von dort aus kümmern sich die Softwareentwickler um die Aufträge. „Wir sind keine Agentur, die etwa Texte schreibt oder Marketing macht, wir sind ein Software-Dienstleister, gestalten und betreuen Internetseite in technischer Hinsicht“, erklärt Seltmann. Was immer eine Homepage leisten kann, braucht Prozesse, die sich im Hintergrund vollziehen. Sich zu einer Veranstaltung anmelden, sich beraten lassen, einen Preis berechnen, etwas kaufen – all so etwas setzt eine komplizierte Software voraus.

Im Fall Mera hat zdrei die Website immer weiter ausgebaut. Es gab einen „Futterfilter“, mit dessen Hilfe der Hundehalter auswählen kann, ob es Trocken- oder Feuchtfutter sein soll, vielleicht getreidefrei, für den Welpen oder den vierbeinigen Senior. Die Bestandteile der Sorten sind aufgeführt und natürlich die Packungsgrößen. Genau passend kann dann bestellt werden beim Online-Vertriebskanal nach Wahl. Ähnlich groß ist der Service für Katzenfans – soll’s weizenfrei sein, kalorienreduziert, besonders gut für glänzendes Fell? Alles wie gewünscht. Und dann gibt’s noch eine umfassende Extra-Rubrik „Ratgeber“.

Sowohl die Internetseite selbst als auch die Unterabteilung „e-commerce“ überzeugte die Jury. Die neue Markenstrategie von Mera darzustellen und für den Kunden nutzbar zu machen gelang in besonderem Maße, befanden die Preisrichter.

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