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Goch: Gocher Ring: Plan ist beschlossene Sache

Goch : Gocher Ring: Plan ist beschlossene Sache

Der seit Jahrzehnten erwartete "Durchstich" rückt näher: Für die Verbindung Nordring-Ostring möchte der Gocher Bauausschuss mit der Aufstellung des Bebauungsplans nun den Weg frei.

Gochs Stadtbaurat Klaus Krantz nannte es in seiner Vorlage für die Kommunalpolitik ganz undramatisch "Planungsziel". Für die Gocher bedeutet es das Ende eines rund ums Jahr nervenden Nadelöhrs. Besagtes "Planungsziel", das ist die (so Klaus Krantz weiter) "Herstellung der bisher fehlenden Verbindung zwischen dem Kreisverkehrsplatz Nordring/Klever Straße und dem Knotenpunkt Ostring/Pfalzdorfer Straße, über Gewerbefläche, Bahnanlagen, Kleingärten, Grünlandparzellen und den südlichen Bereich der ehemaligen Reichswaldkaserne."

 Geradeaus geht's künftig weiter in Richtung Ostring: Der vierte "Arm" des Kreisverkehrs Klever Straße ist planungsrechtlich auf den Weg gebracht.
Geradeaus geht's künftig weiter in Richtung Ostring: Der vierte "Arm" des Kreisverkehrs Klever Straße ist planungsrechtlich auf den Weg gebracht. Foto: Stade

Erst der Erwerb des ehemaligen Bundeswehr-Geländes zwischen Bahn und Pfalzdorfer Straße hatte die Planungen möglich gemacht, die bis dato angedacht waren. "Erreicht werden soll damit eine gleichmäßige Verteilung der vorhandenen Verkehre auf dem Ring und eine Entlastung der Innenstadt vom Durchgangsverkehr", so Klaus Krantz. Entlastung — beispielsweise für die Anlieger der Kalkarer Straße. Spätestens seit Einführung der Autobahnmaut für Lkw donnern ständig dicke Brummer über diesen Abschnitt. Lärm- und Abgasbelästigung durch die "Maut-Umfahrer" sind groß. Hinzu kommt der Dauerstau auf der Bahnhofstraße und vor der Post. Wenn mal wieder die Schranken unten sind, Autofahrer aus Richtung Kleve nicht mehr über die Bahn kommen und warten müssen. Rollt An der Post der Verkehr, dann gibt's lange Rückstaus auf der Bahnhofstraße, weil dann erst mal kein Auto- oder Radfahrer geradeaus in Richtung Bahnhof weiterkommt. Wegen der Staus aus Richtung Post eben.

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Von den einen lange ersehnt — von anderen durchaus mit einer Portion Misstrauen beäugt: die Pläne für den Ring-Durchstich. Der führt dann vom Kreisverkehr an der Klever Straße ganz dicht am Stadtwerke-Hauptgebäude vorbei unter der Bahn hindurch Richtung Pfalzdorfer Straße. "Drunter durch" — das ist den Planern wichtig, damit es künftig keine geschlossenen Bahnschranken mehr gibt, die den Straßenverkehr blockieren, viermal pro Stunde.

Misstrauen gab es bei den Besitzern der Kleingärten östlich der Bahnlinie. Seit der Bauausschusssitzung ist das vorbei. Ein wenig Misstrauen gibt es bei den Anwohnern des Ostrings. Er ist ja bislang äußerst wenig befahren — eben, weil der gesamte Verkehr über die Kalkarer Straße Richtung Bahnübergang fließt. Das wird sich mit dem Ringdurchstich ändern.

Ringschluss als Unterquerung der Gleise: Dafür ist die Deutsche Bahn AG zuständig. Aber nur dafür. Alles andere plant die Stadt. Und: Es wird sich einiges ändern. Klaus Krantz: "Der Emmericher Weg soll jeweils nördlich und südlich vor dem Ringschluss für den Fahrzeugverkehr abgebunden werden." Denn: Das neue Wohngebiet bekomme ja eine neue Verkehrsanbindung, "deren Lage zwischen der Pfalzdorfer Straße und dem Emmericher Weg vorgesehen ist", so der Stadtbaurat weiter. "Für Fußgänger und Radfahrer wird in Versatz zum bisherigen Verlauf des Emmericher Weges eine separate Querung mit eigener Brückenüberführung geplant." Stressfrei und sicher den neuen Ring-Abschnitt überqueren — das ist für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer also in jedem Fall gesichert.

(RP)