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Goch/Kevelaer/Kleve/Emmerich: Gocher Hebammen in Emmerich

Goch/Kevelaer/Kleve/Emmerich : Gocher Hebammen in Emmerich

Das St.-Willibrord-Spital erweitert sein Einzugsgebiet deutlich: Eine Hebammenpraxis aus Goch lädt ihre Patientinnen jetzt zur Entbindung nach Emmerich – nicht zur neu aufgestellten, großen Geburtshilfe in Kleve.

Das St.-Willibrord-Spital erweitert sein Einzugsgebiet deutlich: Eine Hebammenpraxis aus Goch lädt ihre Patientinnen jetzt zur Entbindung nach Emmerich — nicht zur neu aufgestellten, großen Geburtshilfe in Kleve.

Das St. Willibrord-Spital streckt seine Fühler weit auf die linke Rheinseite aus. Die Gynäkologie des Gocher Wilhelm-Anton-Hospitals zieht nach Kleve um, und zwar ins dortige St.-Antonius-Hospital. Nicht alle Hebammen, die sich ehedem in Goch um Schwangere und junge Eltern gekümmert haben, machen diesen Sprung mit. Emmerich hat eine Gocher Praxis mit drei Unternehmerinnen dafür gewonnen, sich hierher zu orientieren. Damit gewinnt die Stadt Patientinnen aus der gesamten Region.

Esther Afraz, Anne-Christin Kleinen und Marina van Holz-Kreutzenbeck betreiben in Goch gemeinsam die Hebammenpraxis "Lebensraum." Zum 1. Januar 2012 haben sie ihren Kooperationsvertrag mit dem St.-Willibrord-Spital geschlossen.

"Wir haben Patientinnen aus Kalkar, Uedem, Weeze, bis runter nach Kevelaer, nicht nur aus Goch", erzählt Esther Afraz. "Wir haben wirklich ein großes Einzugsgebiet, und wir betreuen sehr viele Familien aus Kleve."

Einige schwangere Frauen in ihrer Obhut hätten das Emmericher Krankenhaus bereits besichtigt und seien sehr angetan gewesen, heißt es. Auch, wenn sie, wenn die Zeit der Geburt kommt, etwas weitere Wege bewältigen müssen als bis nach Kleve. "Fünf bis zehn Minuten länger zu fahren, um ein Kind zu entbinden — das ist es den Leuten wirklich wert", sagt Marina van Holt-Kreutzenbeck.

Anlass zu der neuen Kooperation war der Umzug der Geburtshilfe aus Goch nach Kleve, der zum Jahresende erfolgt. Die drei Unternehmerinnen fanden das Emmericher Krankenhaus familiärer und für sie ansprechender als das größere Haus in Kleve.

Durch ihre Arbeit hatten sie bereits Kontakte zu Emmericher Hebammen und zu Frauen, die ihre Kinder in Emmerich zur Welt gebracht hatten und "sehr Positives berichtet haben", so Afraz. Ihr eigener Eindruck von Räumlichkeiten und Personal habe sie überzeugt: "Es ist eine sehr wohnliche Atmosphäre in den Kreißsälen, es ist wirklich nicht steril", meint van Holt-Kreutzenbeck.

"Wir streben eine langfristige Kooperation mit der Praxis Lebensraum an", betonte Jürgen Gerhorst, Verwaltungsleiter des St.-Willibrord-Spitals. Ähnliche Verträge gibt es mit dem "Hebammenladen Emmerich" und mit Anbieterinnen aus Kleve, Xanten und Rees.

Internet Alles zum Thema unter www.rp-online.de/goch

(RP/jul)