Goch/Kleve: Gocher Gymnasium kooperiert mit Hochschule

Goch/Kleve: Gocher Gymnasium kooperiert mit Hochschule

Mehr als nur ein bedrucktes Papier mit zwei Unterschriften ist der DIN-A4-große und drei Seiten umfassende Kooperationsvertrag, der jetzt am Tag der offenen Tür des Städtischen Gymnasiums in Goch zwischen der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) und der Schule unterzeichnet wurde.

Schon seit über zwei Jahren belebt die Zusammenarbeit zwischen der Fakultät für Technologie und Bionik und dem Städtischen Gymnasium in Goch den Physik- und Mathematikunterricht.

Profitieren konnten die Gocher Schüler zum Beispiel von einer englischen Gastvorlesung am Gymnasium oder von einer Exkursion zur Hochschule mit Vorlesungsbesuch und Laborführung. Neben diesen eintägigen Angeboten gab es auch bereits einen einjährigen Physik-Projektkurs, welcher fachlich von Georg Bastian und finanziell von der Hochschule begleitet und unterstützt wurde. Achim Kehrein leitet dieses Jahr sogar schon zum zweiten Mal eine Mathematik-Arbeitsgemeinschaft mit Schülern der Mittel- und Oberstufe. Drei besonders begabte AG-Teilnehmer haben durch die gezielte Vorbereitung im letzten Jahr erfolgreich an dem Bundeswettbewerb Mathematik teilgenommen. Neu in diesem Schuljahr ist, dass sich vier Schülerinnen auf eine Mathematik-Prüfung des ersten Semesters vorbereiten und im Februar als erste im Kreis die Möglichkeit haben, an dieser Prüfung als Jungstudierende teilzunehmen. Eine bestandene Prüfung können sie sich dann später anrechnen lassen. Ihre Jungstudierenden-Ausweise durften Melissa Byrne, Iman Hammou, Dunja Hassan und Joanna Kallus am Samstag gleich von Peter Scholz (Vizepräsident für Forschung und Entwicklung) persönlich entgegennehmen.

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Sorgen darum machen, dass der geschlossene Vertrag nur auf dem Papier gut aussieht, muss man sich in Goch demnach nicht, funktionierte die Zusammenarbeit, vor allem auch wegen des Engagements von Achim Kehrein und Peter Kisters, schon vor der offiziellen Unterzeichnung ganz hervorragend. Diesem erfolgreichen Modell folgend soll die Kooperation nun alle Fakultäten umfassen, wodurch ein noch breiterer Austausch und die Förderung von Schülern mit nichtnaturwissenschaftlichen Begabungen ermöglicht wird. Über die oben genannten Exkursionen, Arbeitsgemeinschaften und Projektkurse hinaus sind unter anderem ein Ausbau der Berufs- und Studienorientierung sowie die Nutzung von Hochschullaboren für schulunterrichtliche Zwecke geplant.

Den Schülern des Gocher Gymnasiums eröffnen sich somit eine Vielzahl von Förderungsmöglichkeiten und nebenbei lernen sie eine moderne Hochschule kennen, an der sie bereits vor dem Abitur mit dem Studium beginnen können.

(RP)
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