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Goch: Gocher "Grenzgänger" machen Zeitung

Goch : Gocher "Grenzgänger" machen Zeitung

Regelmäßig nimmt die Schülerzeitung des Städtischen Gymnasiums erfolgreich an Wettbewerben teil. Der Titel des rund 90-seitigen Produkts, das zweimal pro Schuljahr erscheint, lautet "Grenzgänger". Ein Blick hinter die Kulissen.

Die Grenze hat es ihnen angetan. Weil Goch in einer Grenzregion zu den Niederlanden liegt und weil Zeitungsmacher gerne an unterschiedlichen Grenzen agieren. Deshalb könnte der Titel der Schülerzeitung des Gocher Gymnasiums kaum treffender sein: Grenzgänger. "Der Name ist Programm", unterstreicht das Redaktionsteam. Und wer bei dem Stichwort Schülerzeitung nun an eine gewöhnliche Zusammenstellung von Texten auf Papier denkt, der irrt. Satte 90 Seiten im DINA4-Format, mit farbiger Vorder- und Rückseite, grafisch sehr ansprechend umgesetzt, und thematisch an den "Jungen Wilden" orientiert, machen den Grenzgänger außergewöhnlich.

Dafür gab's im Schülerzeitungs-Wettbewerb der Sparkasse und Rheinischen Post auch schon eine Menge Anerkennung: Platz sechs, vier und einen Sieg haben die Gocher Jung-Redakteure in den vergangenen Jahren bereits eingefahren: Themen, die bewegen, sehr gut aufbereitet, und eine ansprechende Optik punkten.

Für 1,50 Euro kann die Zeitung in den Pausen oder am Elternsprechtag erworben werden, zwei Mal pro Schuljahr gibt es eine neue Ausgabe. Betreuender Lehrer ist Marc Janßen, der aktuell auf ein rund 20-köpfiges Team blickt. Den "Kern" der Chefredaktion bilden in erster Linie Oberstufenschüler, "darüber hinaus sind wir aber eine bunt gemischte Truppe", erläutert Philipp Reichel aus dem Redaktionsteam.

  • Das Team der Schülerzeitung „Grenzgänger“: Die
    Auszeichnung : Platz zwei für den Gocher „Grenzgänger“
  • Die Redaktion von "Standpunkt": (v.l.) Sean
    Mönchengladbach : Schülerzeitung 4.0
  • Koch Kendal Shaheen und Chefin Selda
    Gastronomie in Kessel : Aus Stoffelen wird jetzt „Rhodos“

Welche Themen es in die Ausgabe schaffen - vom Interview mit dem Schulleiter über den Blick in "virtuelle Welten" bis hin zu den "Physikern" am Gymnasium Goch - wird diskutiert. Wie im echten Leben, im Rahmen einer Redaktionskonferenz. Anzeigenakquise und Lektorat gehören ebenso dazu wie das Schreiben und Recherchieren selbst, "vor dem Drucktermin wird es immer ein wenig stressig", weiß Kimberly Reyntjes aus Erfahrung. Sogar eine eigene Pressemappe haben sie kreiert - etwas Besonderes soll dieses Projekt sein und nicht zu vergleichen mit Vorgängern oder anderen Schülerzeitungen.

Vor vier Jahren wurde der Grenzgänger ins Leben gerufen. Eines der Ziele sollte es sein, zu zeigen, dass auch im Internet-Zeitalter Zeitungen und Magazine fester Bestandteil des Alltags sind. Die Auflage in Höhe von 300 Exemplaren sei oftmals durchweg, oder bis auf wenige Ausnahmen, vergriffen. Der Grenzgänger soll zudem eine Aufforderung sein, über sich selbst hinaus zu wachsen.

Die jungen Redakteure haben Wort gehalten, das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.

(kare)