Gocher Ehepaar veröffentlicht neues Pferdebuch

Buchveröffentlichung : Die Kraft der Diagonalen

Nach der Schiefentherapie hat das Gocher Ehepaar Schöneich zum anatomisch richtigen Reiten mit dem funktionellen Training an der Longe nun ein weiteres, wissenswertes Buch herausgebracht.

„Das Tor zur Hinterhand eines Pferdes ist der Hals“, das ist für den Gocher Klaus Schöneich ebenso in Stein gemeißelt, wie für seine Frau Gabriele Rachen-Schöneich. Beide haben ihr Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten (ARR) zwischenzeitlich an den Rittorpweg 57 vor die Tore der Weberstadt gelegt, an dem sie Pferdebesitzer und Reiter aus der ganzen Welt empfangen, die mit ihrem „Latein am Ende“ zu sein scheinen, wenn sich ihr Pferd unter anderem nicht mehr taktrein reiten lässt. Oftmals ist hierbei der Rittorpweg die letzte Chance für den treuen Vierbeiner, um seinen Weg zurück bis hin in den großen Sport zu finden.

Wir haben das Ehepaar Schöneich auf ihrem Anwesen besucht, das, idyllisch in die niederrheinische Landschaft eingepasst, neben Stallungen und einer kleinen Reithalle über großzügige Wiesen, ein exzellentes Viereck und über einen überdachten Longierzirkel verfügt. Denn hier wird der „Patient“ zunächst von den beiden Experten, denen neben Tierarzt, Hufschmied weitere kompetente Fachleute zur Seite stehen, begutachtet und sein Bewegungsapparat genauestens analysiert. Oftmals werden hier bereits die ersten „Blockaden“ erkannt und ein gewisser Behandlungsplan auf den Weg gebracht. Dabei gibt der Erfolg den beiden Gochern mit ihrem fundierten Wissen rund um die Gesunderhaltung von Pferden Recht. Mit ihrem neuen Buch „Die Kraft der Diagonalen“, welches sie ihrem Freund, dem vor drei Jahren verstorbenen Tierarzt Kerry Ridgway, der oftmals das Zentrum für Anatomisch richtiges Reiten besuchte und gemeinsame Lehrgänge in Kalifornien organisierte, gewidmet haben, will das Ehepaar Schöneich unter anderem die Frage klären, warum wir Pferde longieren? Dabei tauchen sie ebenso in das Geheimnis der Biomechanik ein, wie in die natürliche Schiefe und die Händigkeit zwischen Stand- und Spielbein. Auch behandeln sie die Zentrifugal- und Scherkraft des Pferdes auf dem Kreisbogen oder dessen Geradrichten durch Gymnastizieren. Zudem spielen die genetischen Besonderheiten und deren Auswirkung auf das Training verschiedener Pferderassen eine nicht untergeordnete Rolle. Ebenso spricht ihr Buch, dass sich in vielen Punkten mit dem funktionalen Training für Pferde und dem Anatomisch richtigen Reiten befasst, die häufigen Verletzungsbilder beim Pferd und ihre Ursachen im fehlenden Geraderichten an.

In den gut 200 Seiten starkem Werk, das ab sofort unter anderem bei den Paul Pietsch Verlagen zum Preis von 34,90 Euro zu erhalten ist, wird unter anderem noch umfassender und informativer erläutert, wie Bodenarbeit zu einem nach oben schwingenden Rücken des Pferdes führt, der als Grundvoraussetzung dafür gilt, dass bei der Arbeit unter dem Sattel die langen Rückenmuskeln nicht überlastet werden. Denn erst wenn das Pferd dank der Bodenarbeit nicht mehr auf die Vorhand fällt, kann der Reiter übernehmen.