Gocher CDU und SPD beantragen Baumallee für die Brückenstraße

Politik : CDU und SPD wollen     Allee auf Brückenstraße

Gemeinsam stellten Mitglieder der CDU- und der SPD-Stadtratsfraktion einen Antrag vor, der sich der „Herstellung einer Allee auf der Brückenstraße“ zum Ziel setzt. Die Kosten könnten aus Landes-Fördermitteln größtenteils gedeckt werden.

Die beiden Fraktionen SPD und CDU im Rat der Stadt Goch sind sich einig: die Brückenstraße sähe einfach schöner aus mit Bäumen rechts und links. Daher formulierten die Vorsitzenden beider Fraktionen – Klaus-Dieter Nikutowski (SPD) und Andreas Sprenger (CDU) – einen gemeinsamen Antrag auf „Herstellung einer Allee zwischen Brückenstraße und Marktplatz.“ Sie verweisen darin auf mögliche Fördergelder vom Land NRW für die Schaffung und Erhaltung von Alleen. „Das Erscheinungsbild der Stadt ist uns wichtig, und die Brückenstraße als Hauptzufahrtsweg zum Zentrum ist ja auch eine Visitenkarte unserer Stadt“, sagte Andreas Sprenger. So wie die Straße jetzt aussehe, das sei „kein Zustand“.

Im schriftlich formulierten Antrag weisen die Politiker darauf hin, dass sowohl an der Bahnhof- als auch an der Brückenstraße in den letzten Jahren viele Bäume gefällt wurden. Die Straßen hätten dadurch deutlich an Charme verloren und wirkten „leblos und trist“. Klaus-Dieter Nikutowski begründete den Antrag auch mit dem Hinweis auf den Gocher Einzelhandel, der mit Internet-Konkurrenz zu kämpfen habe. „Wenn das innerstädtische Erscheinungsbild verbessert wird, macht das Einkaufen mehr Spaß, und das ist dann auch ein Mehrwert für die Geschäfte“, sagte er. Er nannte die Nierswelle, die Sanierung der Steinstraße und den Blumenschmuck in der Fußgängerzone als Beispiele, die bereits für eine Verschönerung der Innenstadt gesorgt hätten. Andreas Sprenger ergänzte, dass seine Fraktion auch eine konzeptionelle Arbeitsgruppe „Marktplatzgestaltung“ gebildet habe. „Der Platz soll wieder zum Verweilen einladen“, so Sprenger.

Klemens Spronk, Pressesprecher der CDU-Fraktion, fügte hinzu, die Aufenthaltsqualität sei vielfach wichtiger als das Einkaufen. Er erläuterte, dass 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben für die Pflanzung der Allee vom Land übernommen werden. „Wenn es diese Fördermittel gibt – warum sollen wir sie nicht nutzen?“, so Spronk.

Wie lang genau die Allee werden soll, ist noch offen. Günstigstenfalls von der Post bis zum Markt. „300 Meter sollten aber nicht unterschritten werden, sonst gibt es keine Fördergelder“, erklärte Sprenger. Beide Fraktionsvorsitzenden bezeichnen das Thema „Aufwertung des städtischen Erscheinungsbildes“ als „Schnittmenge“ ihrer Politik. „Da denken wir in die gleiche Richtung“, so Nikutowski.

Nicht zuletzt werden im Antrag neben den gestalterischen Gesichtspunkten auch die ökologischen Vorteile der Baumpflanzung genannt: Luftfeuchtigkeit und Sauerstoff, Feinstaubfilterung, Eindämmung des Straßenlärms und Lebensraum für Tiere.

Jetzt liegt der Antrag erst einmal auf dem Schreibtisch des Bürgermeisters, der gebeten wird, ihn auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses zu setzen. Diese werde voraussichtlich im März nächsten Jahres sein, so Sprenger, der gleichzeitig der Vorsitzende dieses Ausschusses ist. „Baurat und Vermögensbetriebe gehören natürlich auch ins Boot“, erklärte Spronk. Auch die Parkplatzsituation gehöre zum Thema, denn einige Pflanzscheiben seien so weit zurückgebaut, dass diese Flächen nun den Pkw-Parkstreifen zugeschlagen seien. „Wir möchten auf jeden Fall auch die Meinung der Bürger hierzu hören und mit einbeziehen“, betonte Sprenger, schließlich betreffe es die Anwohner der Brückenstraße ja ganz direkt, wenn Bäume vor ihren Häusern gepflanzt würden.

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