Goch

Der schmuddelige und schadhafte Briefkasten, über den sich eine ältere Gocherin seit geraumer Zeit ärgerte, ist abgebaut und durch einen neuen ersetzt worden. Wie die Rheinische Post jetzt beim Spaziergang durch die Innenstadt feststellte, hat die Post das beanstandete, verrostete, besprühte und zugeklebte Objekt entfernt. An seiner Stelle steht nun vor "Woolworth" auf der Voßstraße ein leuchtend gelber Kasten, der noch ohne jeden Makel ist. Weder die Seniorin, die der RP den Bürgermonitor bescherte, noch irgendwer sonst wird nun Bedenken haben, die Klappe anzufassen und seinen Brief einzuwerfen.

Die Telefonzelle direkt daneben allerdings sieht mit ihren kaputten Seitenfenstern und Bekritzelungen noch immer nicht besser aus. Für sie ist bekanntlich die Telekom zuständig. Telefonzellen gibt es in Goch wie andernorts nur noch ganz wenige. Viele wurden abgebaut, weil fast jeder ein Mobiltelefon besitzt und sie kaum mehr benutzt werden. Und dann nicht selten dem Vandalismus zum Opfer fallen. Ein ordentlicher Münzfernsprecher mit Telefonbuch (weil man ohne Handy die benötigte Nummer ja meist nicht bei sich hat) wäre im Bedarfsfall aber auch nicht zu verachten . . .

Die Post hatte auf RP-Anfrage mitgeteilt, ältere und beschädigte Briefkästen sukzessive zu ersetzen. Wer Post-Infrastruktur in schlechtem Zustand feststelle, solle sich ruhig melden. Das hat die Rheinische Post getan, und schon ist das Ärgernis behoben. Bürger müssen sich kümmern, keine Frage.

(nik)