Goch: Goch startklar für den ersten Schultag

Goch : Goch startklar für den ersten Schultag

Zum dritten Mal hat im Gymnasium Goch der Schulranzentag stattgefunden. Stadt und Werbering haben ein breites Angebot für die angehenden Erstklässler und ihre Eltern auf die Beine gestellt. Das Prinzip: Beratung mit Spaßfaktor.

Ab dem dritten Mal ist es Tradition, sagt man. Also hat er schon Tradition in Goch, der Schulranzentag. Der Tag, an dem hunderte angehende Erstklässler mit ihren Eltern in das Pädagogische Zentrum des Gymnasiums an der Hubert-Houben-Straße kommen, um sich rund um das Thema Schulstart informieren zu lassen.

Dass zum dritten Mal in Folge so viele der Einladung von Stadt und Werbering gefolgt sind, zeugt vom guten Konzept. Das Prinzip: Während die Eltern beraten werden, soll die Unterhaltung der Kinder nicht zu kurz kommen. Nicht nur im Klassenzimmer muss alles für den ersten Schultag bereit sein, erklärt Ralph Czerwinsky von Büro Bogers einigen Eltern, die sich im Halbkreis um seinen Stand versammelt haben. "Es ist wichtig, dass Tisch und Stuhl mitwachsen", sagt er. Ein häufiges Problem sei, dass Kinder zu hoch oder zu niedrig sitzen würden. "Oft können sie in der Schule schon nicht optimal sitzen, da ist es zuhause umso wichtiger", meint Czerwinsky. Denn: Rückenprobleme können ihren Ursprung schon im Kindesalter haben. "Viele merken es aber erst, wenn sie als Erwachsener entsprechende Schmerzen bekommen", sagt er. Wichtig — gerade, weil heute mehr gesessen wird denn je.

Dass die i-Dötzchen von Anfang an den Durchblick behalten, auch wenn sie mal nicht in der ersten Reihe sitzen, dafür möchte Optik Bremers am eigenen Stand sorgen. "Wir testen die Augen auf Sehschärfe, können dabei auch beide Augen unabhängig voneinander überprüfen", sagt Bianca Willemsem vom Gocher Optiker. Häufig sei das Gesamtsehen der Kinder nicht schlecht, ein Auge weise aber schon erste Schwächen auf. Da heißt es, frühzeitig gegenzusteuern. "Das fällt den meisten Eltern gar nicht auf. Viele waren auch noch nie mit ihrem Kind beim Augenarzt", erklärt Willemsen, die mit einem Gerücht aufräumt: "Kinder können heute nicht schlechter sehen als früher. Allerdings beobachten wir bei immer mehr jungen Erwachsenen Kurzsichtigkeit." Schuld, so sagt sie, sei wohl die deutlich gestiegene Zeit vor den Bildschirmen. Die Kinder dürfen sich nach der kurzen Untersuchung etwas aus der Geschenke-Kiste aussuchen. Der Spaß darf halt nicht zu kurz kommen.

Die Zeiten, in denen es Lehrer ihren Schülern austrieben, mit der linken Hand zu schreiben, sind längst vorbei. Heute geht es eher darum, die linkshändigen Kinder von Anfang an zu unterstützen, erklärt Anne Metzelaers von der Praxis für Ergotherapie Barbara Krüger. "Für viele Eltern ist das ein großes Thema", sagt Metzelaers. Ihr geht es um die richtige Stifthaltung, aber auch um das passende "Werkzeug": Scheren, die nicht schmerzen — Stifte, die richtig in der Hand liegen. "Ist das Arbeiten unnötig anstrengend, kann es zu Verspannungen und Kopfschmerzen kommen. Vor allem aber konzentriert sich das Kind nicht mehr voll auf den Unterricht", erklärt Metzelaers.

Und tatsächlich gibt es Eltern, die von Linkshänderscheren noch nie etwas gehört, noch nie über verwischende Tinte beim Schreiben mit links nachgedacht haben. "Dass es so etwas gibt...", murmelt ein Elternteil. Wieder ein Erfolg mehr beim Schulranzentag in Goch.

(lukra)
Mehr von RP ONLINE