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Goch: Polizei fasst mutmaßlichen Sprenger von Zigarettenautomaten

Polizei schlägt in Goch zu : 24-Jähriger soll mit Rohrbomben Automaten gesprengt haben

Zwei Zigarettenautomaten soll er bereits gesprengt haben, der nächste stand offenbar kurz bevor: Die Polizei hat einen 24-Jährigen festgenommen, in seiner Wohnung fanden die Beamten unter anderem zwei selbstgebaute Rohrbomben.

Ein 24-jähriger ohne festen Wohnsitz in Deutschland steht unter dem dringenden Verdacht, dass er am vergangenen Wochenende einen Zigarettenautomaten in Goch-Nierswalde sprengen wollte. Bevor es dazu kommen konnte, wurde er von der Kriminalpolizei festgenommen. Ihm wird darüber hinaus vorgeworfen, in der Vergangenheit mindestens zwei Zigarettenautomaten in Goch mit Rohrbomben gesprengt zu haben.

Nach einem Zeugenhinweis konnte die Staatsanwaltschaft Kleve am vergangenen Wochenende Durchsuchungsbeschlüsse erwirken. Der Zeuge hatte ausgesagt, dass der Mann den Zigarettenautomaten in Nierswalde sprengen wollte. Die Ermittler fanden sowohl den Tatverdächtigen als auch zwei selbstgebaute Rohrbomben in einer Wohnung auf. Der polizeibekannte 24-Jährige wurde festgenommen, die Rohrbomben wurden sichergestellt. Der Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu möglichen Mittätern dauern noch an. Bei dem Einsatz waren auch Diensthundeführer beteiligt. Die Hunde fand in der Wohnung verschiedene Drogen und Gegenstände, die zum Bau von Sprengsätzen dienten.

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Am 9. oder 10. April soll der Mann einen Zigarettenautomaten am Hörster weg aufgesprengt haben. Dabei beschädigte er den Automaten erheblich. Der Täter stahl Geld aus dem Innern und flüchteten anschließend. Dann soll der Mann, eventuell gemeinsam mit weiteren Personen, am 21. April erneut zugeschlagen haben. Der Täter sprengte damals einen an einer Gebäudefassade angebrachten Zigarettenautomaten an der Kreuzung Hinter der Mauer / Auf dem Wall.

Nach ersten Hinweisen von damaligen Zeugen, die durch den lauten Knall auf das Geschehen aufmerksam geworden waren, flüchteten unmittelbar nach der Tat drei dunkel gekleidete Personen vom Tatort.