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Goch: Goch ist bereit für den Wintereinbruch

Goch : Goch ist bereit für den Wintereinbruch

Nachtfrost und eisiger Nordwestwind am Wochenende: Der Winter gab sein erstes Gastspiel in Goch. Schnee blieb bislang aus. Aber für Stephan Siebers und sein KBG-Team kann er jederzeit kommen.

"Richtigen" Frost gibt es wohl erst am Dienstag. Temperaturen um die gefährliche Null-Grad-Marke aber bereits an diesem Wochenende. Stephan Siebers, Einsatzleiter Winterdienst beim Kommunalbetrieb der Stadt Goch an der Jurgensstraße, und sein Team sind ganz gelassen. "Was uns betrifft, kann der Winter kommen", sagt Siebers. "Wir sind gut vorbereitet. Unser Silo ist randvoll, die Fahrzeuge sind alle einsatzbereit, wir haben dieser Tage noch einige Testfahrten gemacht — es kann also losgehen."

Streng genommen ist es schon "losgegangen" für den Winterdienst des Kommunalbetriebs. Siebers: "Vor einigen Tagen haben wir mit den Kontrollfahrten begonnen. Und auch auf einigen Brücken schon das erste Salz gestreut." Noch in ganz kleinem Ausmaß — aber der Anfang ist letztlich gemacht.

Damit das Salz nicht nur für diesen Anfang reicht, sondern bis zum Ende des Winters, wie immer er auch wird, hatte der Kommunalbetrieb nicht nur das große Salzsilo auf seinem Betriebsgelände, sondern auch eine große Lagerhalle auf dem Gelände der Reichswaldkaserne zur Verfügung. Die gibt es aber nicht mehr. Plattgemacht wie fast alles andere auch in Gochs künftigem Neubaugebiet.

Aber es gibt Ersatz. Stephan Siebers: "Wir können stattdessen zusätzlich zu unserem Silo als Lager eine Halle des ehemaligen Autohauses Röchling nutzen." Das gehört bekanntlich auch der Stadt, sie erwarb das Gelände, um es mit zu überplanen, um die Stadtbücherei dort zu betreiben. Und nun gibt es noch einen weiteren Nutzen — den als Salzlager. Seitdem vor einigen Jahren so mancher Stadt oder Gemeinde in einem schneereichen Winter der Salzvorrat ausging, gibt es hier und da ein mulmiges Gefühl. Nicht so in Goch. Zum einen hatten die Gocher selbst in jenem Winter noch ausreichend Vorrat gebunkert, und zum anderen hat sich der "Einkaufsverband" bewährt. Stephan Siebers: "Wir arbeiten auch in diesem Winter wieder mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW zusammen. Das hat für uns zum einen den Vorteil, dass wir die vergünstigten Preise im Zuge des Einkaufs großer Mengen bekommen. Und zum anderen hat es den Vorteil, dass Salznachschub jederzeit gesichert ist." Denn der Landesbetriebs seinerseits hat ganz in der Nähe selbst ein riesiges Lager: auf dem Gelände der Messe Niederrhein in Rheinberg. Und, so Siebers weiter: "Die Unternehmen, die vom Landesbetrieb den Zuschlag bekommen haben, verpflichteten sich dabei auch, in einem weiteren ,Ernstfall' den beteiligten Städten und Gemeinden rasch Streusalz nachzuliefern, auch kurzfristig, während einer schneereichen Saison."

Alles startklar: Das gilt nicht nur für Salzvorräte, für die großen und die kleinen Einsatzfahrzeuge. Wenn's friert und stürmt und schneit, dann sind — in zwei Schichten — die Besatzungen der vier Großfahrzeuge im Straßendienst unterwegs. Zwei kleinere ebenfalls, um beispielsweise Radwege zu räumen", so Stephan Siebers. "Und jeweils 14 Mitarbeiter werden im sogenannten Handstreudienst eingesetzt." Auf den Gehwegen in der City, wo die Stadt zuständig ist, auf Schulhöfen und rund um die Gocher Schulen.

(RP)