Gegen Willen der Stadt Friedwald kommt in Goch durch die Hintertür

Goch-Pfalzdorf · Der Ratsbeschluss im Jahr 2014 war klar ablehnend, dennoch wird jetzt in Pfalzdorf ein Friedwald eröffnet. In einem privaten Waldstück, genehmigt von der Bezirksregierung. Romfreie „Altkatholiken“ als Begleiter.

 So könnte eine Bestattung im Friedwald aussehen. Die Angehörigen gedenken des Verstorbenen, dessen Urne beigesetzt wird. 

So könnte eine Bestattung im Friedwald aussehen. Die Angehörigen gedenken des Verstorbenen, dessen Urne beigesetzt wird. 

Foto: friedwald

Entgegen des Ratsbeschlusses von Dezember 2014 wird es in Goch bald einen Friedwald geben. Die Friedwald GmbH wird die Anlage an der Bedburger Straße im Tannenbusch gemeinsam mit dem Landesbetrieb Wald und Holz, der Eigentümer des Waldstücks ist, betreiben. Weil es sich also um ein privates Vorhaben und eine Einrichtung des Landes handelt, ist nicht die Stadt Goch, sondern die Bezirksregierung Bewilligungsbehörde. Und weil keine der örtlichen Kirchen sich in dem Bereich engagieren wollte, schauten sich die Initiatoren erfolgreich andernorts um: Die „Altkatholiken in Deutschland“ wollen sich um die geistige Begleitung kümmern, erklärte Gochs Bürgermeister Ulrich Knickrehm auf Anfrage der Rheinischen Post. In deren online einsehbarem Kalender steht als Datum der Eröffnung Mittwoch, der 13. November, 13 Uhr.