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Goch feiert vier Tage Weihnachtsmarkt mit Eintritt für Besucher

Marktplatz in Goch : Weihnachtsmarkt startet am Donnerstag

Sie sind überzeugt davon, den Gochern auch in der Coronazeit eine schöne Zeit machen zu können: der Werbering und seine Unterstützer. Vom 9. bis zum 12. Dezember ist die Budenstadt mit „2G“ zugänglich, der Sonntag ist verkaufsoffen.

Das Angebot der Händler wird vergleichbar mit anderen Jahren sein, darüber hinaus unterscheidet sich der Gocher Weihnachtsmarkt 2021 aber schon von den gewohnten Veranstaltungen. Vom Zugang auf den Platz bis zum Bühnenprogramm gibt es vieles, was der Veranstalter zu berücksichtigen hatte. Immerhin: Der Markt soll nicht wieder wie im vergangenen Jahr ausfallen, selbst das Land NRW findet es wichtig, den gesellschaftlichen Zusammenhalt  auch durch öffentliche Veranstaltungen zu fördern. Es hat dazu das Programm „Neustart miteinander“ aufgelegt, für das sich der Werbering Goch erfolgreich beworben hat. Die Extras, die diesmal nötig sind, um gegen Coronainfektionen so gut wie möglich gewappnet zu sein, werden mit bis zu 5000 Euro unterstützt.

In Abwesenheit der Vorsitzenden Karin Artz und Jörg Thonnet, die in einem Fall nicht zum Arbeitskreis gehören, im anderen Fall einen Termin hatten, übernahm Axel Holl im Pressegespräch die Vorstellung der Pläne. Er dankte den Sponsoren Stadtwerke und Sparkasse, die auch in diesem schwierigen Jahr starke und verlässliche Partner seien. Die Stadtwerke haben zum Beispiel eine Vielzahl Tassen angeschafft, die künftig für verschiedene Anlässe genutzt werden sollen. Sie verkraften das maschinelle Spülen bei 60 Grad, so dass der Glühwein-Genuss hygienisch einwandfrei sein dürfte.

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Generell wird auf dem Weihnachtsmarkt wie bald auch im Handel „2G“ gelten; für die Händler genügte bislang 3G (neben geimpft/getestet also auch getestet). Die Besucher müssen ihren Nachweis am Eingang samt Peronalausweis vorzeigen. Es gibt nur einen Zugang, an dem Ordnungskräfte kontrolliere. Empfohlen wird, sich in einer Richtung über den Platz zu bewegen und eine FFP2-Maske zu tragen, zumindest wenn es eng wird. Das Gelände wird komplett mit einem einen Meter hohen Gitter abgesperrt, so dass niemand unüberprüft auf den Markt gelangen dürfte. Axel Holl kündigt an: „Sollte sich die Situation noch verschärfen, können wir auch auf 2Gplus erhöhen“, was bedeuten würde, dass auch Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Test mitbringen müssten.

Ebenfalls neu auf dem Gocher Weihnachtsmarkt: Es wird ein Eintrittsgeld von einem Euro erhoben. Nicht viel, aber ein kleiner Beitrag, um die Kosten zu stemmen. „Außerdem haben wir damit gleich ein gutes Zählsystem, wissen zu jeder Zeit, wie viel Leute auf dem Platz sind. Bis zu 500 dürfen es sein“, erklärt Holl. Weil Menschenansammlungen zu verhindern sind, gibt es diesmal das Eisstockschießen im Zelt nicht, dafür wird dem Nachwuchs eine 30 Meter lange „Rodelbahn“ geboten. Beim Bühnenprogramm (Bericht folgt) wird auf Kitagruppen verzichtet, denn bislang ungeimpfte Kinder in der Nähe zu zahlreichen Fans aus Verwandtschaft und Freundeskreis – das soll nicht sein.

Desinfektionsspender am Eingang und an den Gastro-Ständen, heiß gespültes Geschirr  und relativ weit auseinander platzierte Hütten sollen weiteren Schutz bringen. In den Buden wird es immerhin Vertrautes geben: Deko, Weihnachtskugeln, Kerzenständer, Holzarbeiten, Spielzeug, Bilderrahmen, Taschen, dazu Imkerprodukte, Käse, Schinken- und Wurstwaren. Die Gastronomie bietet Backwaren, Grünkohl, Gegrilltes, Raclette und auch Süßes, dazu natürlich diverse kalte und warme Getränke. Kristina Derks von den Stadtwerken weist darauf hin, dass der Weihnachtsmann in diesem Jahr zwar nicht persönlich kommen wird, sein dekoratives Wohnzimmer  wird aber wie immer aufgerichtet.  Es gibt also zumindest einen schönen Hintergrund fürs Erinnerungsfoto an den Weihnachtsmarkt im Corona-Jahr 2021.