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Goch: Die CDU hat Vorschläge zur Entwicklung des Marktplatzes erarbeitet

Marktplatz in Goch : Gochs CDU sieht Markt als Herz der Stadt

Die Christdemokraten haben Vorschläge zur Entwicklung des Marktes erarbeitet. Diese stellten sie nun im RP-Gespräch vor. So fordern sie eine moderne Stadtmöblierung und die Verkleinerung von Parkplatzflächen auf dem Marktplatz.

Länger als ein Jahr lang hat die CDU in einem offenen Arbeitskreis an Maßnahmen zur Verschönerung des Marktplatzes gefeilt. Mit Erfolg: Nun ist daraus ein fünf Spiegelstriche umfassender Antrag an den Rat geworden. „Wir haben uns gefragt, was eine Innenstadt ausmacht. Das sind einerseits natürlich die Persönlichkeiten, die Händler. Zudem muss eine Innenstadt zum Verweilen einladen. Dazu kommt: Sie muss gut zu finden sein“, sagt Klaus Völling, stellvertretender Vorsitzender der CDU in Goch. Damit das Zentrum attraktiv bleibt und weiterhin kaufkräftiges Klientel anzieht, müsse die Stadt in den nächsten Jahren für eine Generalüberholung der Innenstadt sorgen.

„Wir sind mit offenen Augen durch die Stadt gelaufen“, sagt Fraktionsvorsitzender Andreas Sprenger. Als Keimzelle der Innenstadt habe man dabei den Marktplatz identifiziert, allerdings werde man auch andere „Hotspots“, wie Sprenger die zentralen Orte der Stadt nennt, kritisch beäugen (siehe Infokasten). Die CDU-Protagonisten halten den Ist-Zustand auf dem Markt für unhaltbar. Der Grund: Wenn dort der Wochenmarkt stattfindet, werden die Stände völlig willkürlich aufgestellt, die Aussteller parken „wild“, die Kunden haben keinerlei Parkmöglichkeiten und es gibt keine Verkehrsanbindung für PKW von Süden kommend. Doch auch als Parkplatz sei der Markt der Stadt unwürdig, schließlich sei die Aufenthaltsqualität dann noch geringer, erklären Völling und Sprenger. „Wir sehen den Markt als einen Platz und als einen Markt“, sagen sie.

Die Konsequenz: Die Christdemokraten wollen andere Lösungen entwickeln. „Es ist uns wichtig, zu betonen, dass wir mit unseren Vorschlägen einen Impuls, einen Gedankenanstoß präsentieren und nicht fertige Pläne“, sagt Völling. Diese Idee sieht so aus: Die Einbahnstraßenregelung für die Frauenstraße solle umgedreht werden, um die Erreichbarkeit des Marktplatzes von Süden her zu gewährleisten. Der Verkehr der Brückenstraße könne künftig in die Steinstraße abgeleitet werden, im weiteren Verlauf einer etwaigen Maßnahme zudem die Brückenstraße für PKW gesperrt werden. Das Ziel: mehr gastronomische Außenfläche auf der Sonnenseite. Des Weiteren solle die Parkfläche geteilt werden, dadurch würden sechs Stellplätze entfallen. In der Mitte dieser stellt sich die CDU-Arbeitsgruppe eine Platzmitte mit Wasserfläche, Spielanlagen und einer Gerichtslinde vor.  Ein weiterer Vorschlag lautet: Der Wochenmarkt erhält eine neue Ordnung, auf dem südlichen Teil des Marktes befänden sich die Stände, auf dem nördlichen die Parkplätze – 32 an der Zahl.

Damit das Thema erneut auf die politische Agenda kommt, hat die Fraktion nun Anträge im Rahmen der Haushaltsberatung 2018/2019 gestellt. So solle zeitnah eine Verbesserung der Parkraumsituation durch die Veränderung der Marktaufstellung realisiert werden. Durch eine Änderung der Einbahnsituation im Bereich der Frauenstraße/Mühlenstraße soll zudem der einseitige Fahrverkehr gen Innenstadt entlastet werden. „Die Verkehrsführung ist mitunter abenteuerlich. Da finden sich Gäste von außen häufig nicht zurecht“, erklärt Sprenger. Weiter solle die Verwaltung prüfen, ob der Nord- und Westteil des Marktplatzes gastronomisch besser genutzt werden kann. Sollte der Markt großzügiger gestaltet werden, würden Parkplätze entfallen. Daher fordern Völling und Sprenger die Vorplanung der Parkhausidee am Wassergarten. Auch fordern die Christdemokraten eine moderne Innenstadtmöblierung. Dabei orientieren sich die Lokalpolitiker an den Innenstädten in Wien oder Kalkar. Denkbar sei die Schaffung von Wasserflächen, Fontänen, überdachten Terrassen und modernen Sitzgelegenheiten. „Es ist unser Ziel, dass die Aufenthaltsqualität wieder erhöht wird. Nur so werden wir uns im Wettbewerb der Innenstädte durchsetzen können“, sagt Sprenger.