1. NRW
  2. Städte
  3. Goch

Goch: Brand in Tiefgarage am Ostring - Feuerwehr löscht Feuer

Keine Verletzten : Feuerwehr löscht Brand in Gocher Tiefgarage

In der Tiefgarage eines großen Wohnkomplexes am Gocher Ostring hat es am Montagmorgen gebrannt. Großalarm ließ Schlimmes befürchten. Es wurde aber niemand verletzt, das Feuer beschränkte sich auf separaten Garagenraum.

Sirenengeheul um kurz nach sechs Uhr weckte Anwohner in der Gocher Innenstadt. Die Löschzüge Stadtmitte rückten mit mehreren Fahrzeugen und 30 Mann zum Ostring aus, ihr Ziel war das große Mehrfamilienhaus Ecke Vossheider Straße. Anwohner hatten Brandgeruch bemerkt und gemeint, dass sogar Qualm aus dem Dachgeschoss dränge. „Das stellte sich zum Glück als nicht richtig heraus, der ,Qualm‘ war nur Wasserdampf von der Heizung. Das Feuer beschränkte sich auf eine abgeschlossene Garage innerhalb der Tiefgarage“, erklärte Stadtbrandmeister Georg Binn.

Die Polizei hatte den Ostring für die Dauer des Einsatzes komplett gesperrt. Feuerwehrleute unter Atemschutz fanden den Brandherd im Untergeschoss. Schon eine halbe Stunde nach Alarmierung waren die Flammen gelöscht. „Die Garage gehört dem Betreiber der Eisdiele im Haus. Darin waren alte Geräte wie eine defekte Kühltruhe und Kompressoren sowie Reinigungsmittel abgestellt“, sagte Binn auf Anfrage unserer Redaktion. Die Polizei überprüfte kurze Zeit später einige elektrische Leitungen, die verkohlt noch aus der Wand ragten; was zum Ausbruch des Feuers geführt hatte, wird nun genau untersucht. Für die Bewohner des Wohn- und Geschäftshauses war es in jedem Fall ein großer Schreck. „Zum Glück ist das Kellergeschoss sehr gut durch Brandschutztüren gesichert“, erklärte eine Bewohnerin. Darüber war auch die Feuerwehr froh. Mehr als leichter Geruch drang nicht in das Wohngebäude aus den 70er Jahren.

Laut Feuerwehr war es vermutlich ein technischer Defekt in einer Tiefkühlanlage, der das Feuer im Kellerraum verursachte und abgestellten Hausrat in Brand setzte. Foto: Anja Settnik

Viele Anwohner standen in Jogginghosen und Badelatschen auf dem Fußgängerweg und waren erleichtert, schon nach kurzer Zeit zu erfahren, dass mit ihren Wohnungen alles in Ordnung war. „Manche sind aus eigenem Antrieb rausgerannt, die haben wir dann erstmal draußen gelassen. Diejenigen, die in ihren Wohnungen geblieben waren, sollten dort auch bleiben; es war ja alles unter Kontrolle“, so Binn. Ein junger Mann guckte etwas nervös auf die Uhr, weil er sein Auto aus der Tiefgarage brauchte, um zur Arbeit nach Uedem zu fahren, eine Mitarbeiterin der Gaststätte im Haus hatte sich schon vergewissert, dass dort alles in Ordnung war. Ebenso mussten die Betreiber eines Damen-Fitnessstudios und der Eisdiele sich keine Sorgen machen – ihre Geschäftsräume hatten keinen Schaden genommen. Und alle öffneten ihre Ladenräume zum gewohnten Zeitpunkt.

Massimo Sala war um sieben Uhr sogar schon wieder mit den Vorarbeiten für seine Eiszubereitung beschäftigt. Umringt von seiner Frau Francesca, der Tochter und einer Freundin stand er wie an jedem Tag in blütenweißem Kittel im Vorbereitungsraum, machte sauber und setzte seine Eissorten an. Die in der Garage abgestellten Fahrräder der Familie sind hin, aber sonst ist nicht viel passiert. „Das war nur unsere private Garage mit einigem Krempel drin, nicht die Vorräte für die Eisdiele“, erklärte Francesca Simonetti. Um zehn Uhr geht der Betrieb an der Ostring-Eisdiele los – auch an diesem Tag, der bestes Frühsommerwetter brachte, war das so.

Eiscafé-Besitzer Massimo Sala Foto: Anja Settnik

Die Feuerwehr teilte später mit, dass nach dem Löschen zwei Hochdrucklüfter die Tiefgarage vom Rauch befreit hätten. Zunächst sei die Lage vor Ort undurchsichtig gewesen, deshalb der Sirenenalarm für die Stadtmitte. „Vermutlich ist der Brand durch einen technischen Defekt in einer Kühlanlage entstanden und griff auf dort gelagerten Hausrat über“, so die Feuerwehr.