Goch bei "Verstehen Sie Spaß"

Fernsehshow : Goch bei Samstagabendshow „Verstehen Sie Spaß?“

Im Sommer hatte es Dreharbeiten in der Stadt an der Niers gegeben, am Wochenende strahlte das ZDF das Ergebnis aus.

(nik) Im Juli waren die Fernsehmacher vom Südwestfunk zu Dreharbeiten in Goch, am Samstag konnten die TV-Zuschauer das Ergebnis in der Sendung „Verstehen Sie Spaß“ erleben. Guido Cantz, Moderator der Samstagabend-Unterhaltungsshow, hatte seine Mitarbeiter im Sommer an der Niers und in der Innenstadt Leute verulken lassen. Der aktuelle Beitrag spielt in der Fußgängerzone vor dem Modegeschäft Semz, also ziemlich am Ende der Vossstraße – wichtig ist, dass Einmündungen in der Nähe sind, damit jemand unverhofft erscheinen oder auch wieder verschwinden kann.

Die Story: Eine ältere Dame mit grauem halblangem Haar und in rosafarbener Jacke geht flotten Schrittes die Straße entlang, in der Hand eine Reihe unauffällige Stoffbeutel. Deren Inneres aber ist brisant, wie die Fernsehzuschauer schnell erfahren: Sie enthalten eine Menge loses Bargeld, das nur aus einem Bankraub stammen kann. Obwohl: Wo befindet sich in der Gegend, aus der die Frau augenscheinlich gelaufen kommt, ein Geldinstitut? Egal, das interessiert den Ortsfremden nicht.

Hingegen ist wichtig, dass da zwei Polizeibeamte auftauchen, die die Lage sofort richtig einschätzen: eiliger Schritt, neutrale Tüten – Banküberfall. Die Frau lässt eine der Taschen „versehentlich fallen“, eine Augenzeugin hebt sie auf, will sie der Rentnerin zurückgeben und läuft dabei den Ordnungshütern in die Hände. Die tun überzeugt, es mit einer Komplizin zu tun zu haben. Hände an die Wand, Füße auseinander, die Spaß-Opfer sind fassungslos. Ein Ehepaar in sommerlicher Freizeit-Kleidung schlägt sich argumentativ wacker, eine junge Frau mit ausländischem Akzent lacht leicht hysterisch, eine andere Frau wirkt erheblich verunsichert, eine dritte ist erbost und wirft den aufgehobenen Beutel einfach weg. 

Als die „Räuberoma“ sich plötzlich aus dem Staub macht, lassen die falschen Polizisten noch immer nicht von den „Mittätern“ ab; aufgelöst wird der Spaß erst, als Tickets zur Fernsehsendung aus einem der Beutel gezogen werden. Da zeigen die Gocher (oder Besucher der Stadt?) ihren Humor, lachen erlöst, schämen sich ein wenig, auf die Verlade hereingefallen zu sein. Nun waren sie „im Fernsehen“, was sie dem Sender SWR und der natürlich einbezogenen Gocher Stadtverwaltung zu verdanken haben.

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