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Goch: 14.000 Euro der Deutsche Glasfaser für Smartboards an Grundschule

Digitalisierung : Deutsche Glasfaser unterstützt Gocher Schulen

Der Ausbau des Glasfasernetzes in Goch schreitet voran, nach den Ortsteilen geht es jetzt um Randbereiche der Innenstadt. Niers-Kendel-Schule profitiert.

Versprechen muss man halten, und wenn sich jemand freut, dann kann man das ja ruhig erzählen: Die Deutsche Glasfaser, die den Gochern zu schnellem Internet verhelfen will, hat jetzt eine schöne Spendensumme ausgeschüttet, die der Gocher Niers-Kendel-Schule zugute kommt. Deren Rektorin Annette Verhoeven-Vüllings nahm gestern an einer besonderen Pressekonferenz teil – „der ersten Online-PK in der Geschichte der Stadt Goch“, wie Bürgermeister Ulrich Knickrehm feststellte.

Im Frühjahr hatte die Deutsche Glasfaser angekündigt, für jeden zwischen Mitte Mai und Ende Juni abgeschlossenen Glasfaservertrag in Goch zehn Euro zu spenden. Insgesamt kamen 14.000 Euro zusammen, die der Digitalisierung an den Gocher Schulen zugute kommen sollen. Ein erster Adressat der Aktion steht nun fest: Die Grundschule mit Standorten in Asperden und Kessel wurde berücksichtigt. Von dem Geld wurden zwei Smart-Boards bestellt, die den Unterricht im Primarbereich beleben sollen. Denn Digitialisierung ist nicht nur etwas für die Großen. Die Schulleiterin weiß, wie man die zeitgemäßen Geräte sinnvoll in den Unterricht einbeziehen kann. „Zum Beispiel kann ich eine Seite im Mathebuch zeigen, mit den Kindern Übungen machen, außerdem gibt es eine Art Pinnwand fürs Homeschooling“, so Annette Verhoeven-Vüllings. Die Smart Boards sind vielseitige interaktive Tafeln, die mit einem Laptop verbunden werden können. Was bisher noch fehle, seien die längst bestellten, aber noch nicht ausgelieferten iPads.

Bekanntlich gibt es ein Sofortprogramm der Bundesregierung, das auch Kindern den Zugang zu einem digitalen Endgerät ermöglichen soll, deren Eltern sich die Anschaffung vielleicht nicht leisten können. 470 Tablets für Gocher Schüler und 260 für Lehrer soll das Kommunale Rechenzentrum beschaffen. Ohnehin, betonte Hermann-Josef Kleinen als Leiter des Schulverwaltungsamtes, habe die Stadt in den vergangenen beiden Jahren sehr viel in die Digitalisierung der Schulen investiert.

Die deutsche Glasfaser ist im Moment mit der Nachfragebündelung im Nahbereich der Innenstadt beschäftigt. In der Voßheide und in anderen Bereichen nahe des Zentrums haben sich bisher laut Projektleiter Dietmar Rotering 17 bis 26 Prozent der Haushalte für den Anschluss ans schnelle Netz entschieden. Noch bis 13. Dezember kann man sich registrieren lassen.