Goch/Weeze: Gestiegener Pegel der Niers sorgt für überschwemmte Wiesen

Goch/Weeze : Gestiegener Pegel der Niers sorgt für überschwemmte Wiesen

Im Schnitt zweimal im Jahr lässt sich auch im Bereich der Niers von "Hochwasser" sprechen. Das ist zwar nicht gefährlich, aber Aufmerksamkeit erregt es doch. Wo die Niers, wie in Kevelaer und Weeze, meist in recht tief liegenden Gräben verläuft, tritt sie kaum über die Ufer.

Nur dort, wo man ihr den Platz gibt, überschwemmt sie die Wiesen. Am Gocher Ostring zum Beispiel "schwimmen" die Weiden, auf denen im Sommer Kühe grasen, und der Nierswanderweg ist an vielen Stellen derzeit nicht mehr begehbar. Denn der Pegel des Niederrhein-Flüsschens ist durch die erheblichen Niederschläge der vergangenen Wochen deutlich angestiegen: Von "normal" um die 90 Zentimeter in Weeze auf derzeit 1,40 Meter.

Der Höchststand betrug vor wenigen Tagen 1,90 Meter. Deutlich mehr wird es selten. Die Hirsche im örtlichen Tierpark bekommen nasse Füße, wenn sie sich nicht auf ein höher gelegens Fleckchen zurückziehen. In früheren Jahren mussten sie auch schon mal evakuiert werden.

Die meisten Menschen in der Nähe der Niers haben mit den gestiegenen Pegeln letztlich aber nur wenig zu tun. Und der Niersverband kündigt an, wenn der Pegel über das normale Hochwassermaß hinaus zu steigen drohe.

"Für die nächste Zeit rechnen wir aber mit keinem gravierenden Anstieg des Pegels", sagt Margit Heinz, Sprecherin des Niersverbandes. Große Regenrückhaltebecken im Oberlauf des Flusses und einige Ersatzauen im Unterlauf (Kreis Kleve) führten dazu, dass die Niers genügend Platz bekomme, ohne mehr Fläche als gewünscht zu überschwemmen.

(nik/miba)
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