Gemeinschaft in Uedem verliest Internet-Fürbitten

Uedem : Internet-Fürbitten aus Uedemer Kloster

Gemeinschaft der Seligpreisungen verliest im Monat Oktober auch Internet-Fürbitten.

(pbm/cb). Als die Türklingel durch den  Flur schrillt, öffnet Pater Markus Vogt die schwere Eingangstür. „Pace, Padre!“ – er blickt in das Gesicht eines lachenden Paketboten und quittiert  den Empfang. Dieses Mal war es nur eine Lieferung, aber manchmal, wenn es an der Tür der Gemeinschaft der Seligpreisungen klingelt, bitten Besucher darum, in der kleinen Kapelle beten zu dürfen. Einige tragen ihre Anliegen in das ausliegende Fürbitt-Buch ein. Das gilt auch für die Teilnehmer an den Seminaren und Treffen, die in dem großen Kloster am Uedemer Ostwall  angeboten werden.

Einmal wöchentlich werden die Fürbitten aus diesem Buch im Gottesdienst laut vorgelesen und in das  Gebet eingeschlossen, erklärt Pater Markus. Im Oktober werden weitere Bitten dazukommen. Dann übernimmt die Gemeinschaft die  „Klosterfürbitte“, ein Angebot des Internetportals „Haus der Seelsorge“. Dort kann jeder seine Fürbitte online aufschreiben.

„Für uns gehört das Beten ganz wesentlich zu unserem Leben“, betont Pater Markus. Die Gemeinschaft der Seligpreisungen legt Wert darauf, dass sich jedes Mitglied die Zeit zum persönlichen Gebet nehmen kann, tagsüber ist der Leib Christi in der Monstranz zur eucharistischen Anbetung ausgesetzt. Drei Priester, vier geweihte Schwestern und neun Laien kommen in Uedem  zusammen, „das Miteinander ist bei uns ein wesentlicher Aspekt“, erklärt Pater Markus. Anfang der 1970er-Jahre wurde sie in Frankreich gegründet, neben Uedem gibt es eine weitere Niederlassung in Deutschland. „Wir sind eine kleine Gemeinschaft, die sich international entwickelt hat“, erklärt der Uedemer Leiter.

Gespannt ist er, welche Fürbitten über das Internet am Niederrhein ankommen. „Ich gehe davon aus, dass es die gleichen Grundanliegen gibt wie bei den Bitten, die an uns persönlich oder unser Fürbitt-Buch herangetragen werden“, sagt der Pater. Dazu gehören insbesondere die Bitte um Gesundheit oder Beistand, etwa bei einer Operation oder vor einer Prüfung. Und Dank wird immer wieder geäußert, wenn ein Mensch Gottes Beistand gespürt hat. „Für viele Menschen ist es schon eine Stärkung, wenn sie wissen, dass jemand für sie betet“, hat Pater Markus erfahren. Einige hätten offenbar das Vertrauen verloren, dass ihr Anliegen bei Gott ankommt, wenn sie selber beten, dem widerspricht der Geistliche jedoch: „Jeder kann und soll sich auch direkt an Gott wenden.“

Dennoch findet er das Angebot der Klosterfürbitte „wunderbar“. Denn das senke die Schwelle, mit der Kirche in Kontakt zu treten, deutlich. „Vielleicht ist das ein erster Schritt auf dem eigenen Weg zu Gott“, hofft Pater Markus. Wer der Gemeinschaft  seine  persönliche Bitte anvertrauen möchte, kann das im Internet unter www.haus-der-seelsorge.de tun.  Infos   gibt es auf der Seite www.seligpreisungen-uedem.de im Internet.

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