Freizeit- und Kongresszentrum Wunderland Kalkar schreibt gute Zahlen

Freizeitzentrum in Kalkar : Gute Zahlen für das Wunderland

Mehr Zimmerbuchungen und ein deutlich besserer Umsatz freuen den Geschäftsführer des Kongress- und Freizeitzentrums Wunderland. Viele neue Messen bringen Geld, dabei steht das Thema Verkauf im Raum.

Als wollte sich das Unternehmen für den Verkauf hübsch machen: In den vergangenen Monaten konnte das Wunderland Kalkar eine erhebliche Umsatzsteigerung verzeichnen. Auch die Zahl der Zimmerbuchungen im 1000-Betten-Komplex hat sich signifikant verbessert. Beides freut den Geschäftsführer Han Groot Obbink sehr, nicht zuletzt, weil in diesen Tagen, Wochen und Monaten einige Kaufinteressenten einen tiefen Blick in die Bilanz werfen. Bekanntlich sucht Eigentümer Henny van der Most einen Käufer für das Ensemble, aber noch ist keiner gefunden. Der Eigentümer möchte Geld flüssig machen, um neue Projekte zu realisieren. Unabhängig davon steht die neue Freizeitpark-Saison vor der Eröffnung.

Ganz so früh wie in den vergangenen Jahren werden sich die Karussells im „Kernie’s“ diesmal allerdings nicht drehen, denn Ostern ist spät in diesem Jahr. Und da der Familienpark immer an Karfreitag startet, um dann bis zum Ende der Herbstferien geöffnet zu bleiben, ist jetzt noch etwas Zeit für Vorbereitungen. Nicht zuletzt die Gärtner haben noch zu tun – Ende April dürfte der Park sich schön frühlingshaft zeigen. Maskottchen Kernie und der Osterhase testeten beim RP-Besuch schon den „Ernstfall“ und ließen sich fotografieren. Bis zur Eröffnung können die Mitarbeiter, die demnächst in die Plüschkostüme schlüpfen werden, noch weniger Schweiß treibende Funktionen ausfüllen.

Apropos Arbeiten: Wer einen Saisonjob oder auch eine Festanstellung sucht – letztere sind derzeit an der Rezeption und im technischen Bereich zu haben. Interessierte können sich am „Jobberday“ beteiligen, der am Samstag, 16. März, im Wunderland stattfindet. Für die Sommersaison wird nämlich personell ordentlich aufgestockt: Rund 400 Männer und Frauen sind dann in den verschiedenen Bereichen des Komplexes beschäftigt. Sehr gerne werden übrigens auch Ältere beschäftigt.

Han Groot Obbink hat viele Buchungen für Firmen-Events. Nicht nur Tagungen und Präsentationen finden statt, sondern auch viele Betriebsfeste. An solchen „Zugaben“ für die Mitarbeiter erkennt der Wunderland-Chef, dass die Unternehmen derzeit Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung haben. Essen, Trinken und Programm für 200 bis 300 Leute – das kostet schon was. „Bei den Übernachtungen haben wir um etwa zehn Prozent zugelegt. Das ist auch gut.“ Es gibt 1000 Betten. „Die vielen Messen helfen uns, auch immer mehr Zimmer zu vermieten. Die Familien kommen allerdings erst wieder, wenn der Park geöffnet ist.“ Also ab dem 19. April.

Der Bereich für die Kleinsten wurde etwas überarbeitet, ein Karussell umgesetzt und zwei wenig benutzte wurden entfernt, größere Neuanschaffungen sind nicht geplant. Derzeit haben die Gärtner viel zu tun, damit zur Eröffnung alles grünt und blüht. Die Pläne für eine Modernisierung des Buffet-Restaurants sind ausgearbeitet und hängen ebenso wie der Bau eines Rheinsteigers oder weitere Zimmerrenovierungen vom künftigen Investor ab: Wird jemand oder eine Gruppe das Wunderland kaufen, oder bleibt erst einmal Henny van der Most der Eigentümer?

„Van der Most sucht jemanden, der die gesamte Anlage kauft und auch die Mitarbeiter übernimmt“, erklärt Groot Obbink im Gespräch mit unserer Redaktion. Weil die Belegschaft darauf vertraue, gebe es im Moment keine besondere Unruhe. Aber für die Entwicklung des Unternehmens wäre es natürlich schon wichtig, wenn die Situation bald geklärt würde.

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