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Frauenchor Pro musica Uedem holt verschobenes Konzert nach

Uedem : „Hauptsache, wieder Singen!“

Der Frauenchor „pro musica“ Uedem gab sein erstes Konzert seit dem Beginn der Corona-Zeit. Es war eine musikalische Zeit-Reise zum Geburtstag.

So lange liegt der ursprünglich angesetzte Termin zurück, dass der Anlass für das Konzert, das 30-jährige Bestehen, sich längst überholt hat. Der Frauenchor „pro musica“ Uedem, gegründet 1989, blickte erst jetzt im Uedemer Bürgerhaus musikalisch auf 30 Jahre Chorgeschehen zurück, weil Corona anderthalb Jahre lang keine Auftritte ermöglichte. Die Vorsitzende Evelyn Bebensee erzählte dazwischen von der harten Zeit, in der  nicht  gesungen werden durfte oder später unter sehr erschwerten Bedingungen: Sogar in Online-Konferenzen und draußen   habe man geübt, „Hauptsache, wir konnten endlich wieder miteinander singen!“

Der Großteil der Chormusik-Freunde, die Karten für den März 2020 hatten, war auch zum neuen Termin gekommen, aus Moers reisten Vertreter des NRW-Chor-Verbandes an. „Ihr seid in der Region der erste Chor, der wieder ein Konzert veranstaltet, dazu gratuliere ich euch herzlich“, sagte ein Vertreter. Es war ein fröhliches Programm, das Dirigent Manfred Hendricks da zusammengestellt hatte, und seine Unterstützung am Keyboard war mehr als eine Begleitung der Sänger.  Der Kirchenmusiker, Lehrer und Hochschuldozent begeisterte mit seinen Bearbeitungen bekannter Stücke aus verschiedenen Zeiten, die er immer wieder durch virtuose Improvisationen aufwertete.

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  • Comedian Oliver Pocher (Archivbild).
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Die Frauen selbst hatten sichtlich Freude am lange entbehrten Auftritt. Mit Schwung und dem Mut zu solistisch vorgetragenen Passagen ließen sie die Zeit-Reise, die zugleich die Entwicklung des Chorklangs aufzeigte, zu einem kurzweiligen Vergnügen werden. Eine Pause gab es mit Rücksicht auf die Aerosolbelastung nicht; man wolle den Abend nicht in die Länge ziehen, erklärte der Chorleiter. Songs wie „Sweet Dreams“, „Kriminaltango“ und „California Dreaming“ rissen das Publikum ebenso mit wie ein vielseitiges Medley der leichten Muse. Kurze Ausflüge in die Kirchenmusik bewiesen nicht nur, dass „pro musica“ breit aufgestellt ist, sie brachten auch frühere Konzertreisen in verschiedene Länder und berühmte Gotteshäuser in Erinnerung.