Goch: Fraktionen beraten über Kompromiss für Kamps

Goch: Fraktionen beraten über Kompromiss für Kamps

Ins neue politische Jahr sind die Fraktionen mit einem heftig diskutierten Thema des vergangenen Jahres gestartet: Besetzung des Postens des ersten stellvertretenden Bürgermeisters. Wie berichtet hatte der CDU-Kandidat Michael Kamps die nötige Mehrheit verfehlt. Es hatte Gegenstimmen quer durch den Rat gegeben, auch aus der eigenen Fraktion. Die Position ist weiter vakant, die Situation verfahren.

Daher hatte Bürgermeister Dominik Pichler alle Fraktionsvorsitzenden zu einem Gespräch eingeladen. "Es ist meine Aufgabe als Vorsitzender des Rates, hier einen Kompromiss zu finden", sagt Pichler. Das habe nichts mit der Person Kamps zu tun und auch nichts mit der CDU. "Das hätte ich bei jeder anderen Fraktion auch gemacht", sagt der Bürgermeister.

Er hat einen Kompromissvorschlag vorgelegt, über den die Fraktionen beraten wollen. "Ich bin zwar skeptisch, ob der Vorschlag durchgeht, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben", erläutert der Verwaltungs-Chef. Für eine "Befriedung der Situation und ein gedeihliches Miteinander im Rat" wäre es hilfreich, wenn man zu einer gemeinsamen Lösung komme. Alle Seiten sollten hier ein Stück nachgeben, so Pichler. Man solle die Frage "Stellvertretender Bürgermeister" auch nicht zu hoch hängen. Er könne aber nicht ignorieren, dass die CDU als Mehrheitsfraktion das Anrecht auf den Posten habe und dass Michael Kamps weiterhin der Kandidat sei. "Ich hoffe, dass die Fraktionen zu einer weitsichtigen und durchdachten Lösung kommen", sagt der Bürgermeister.

Paul Schaffers (CDU) sagte noch einmal, dass seine Fraktion Michael Kamps derzeit so nicht ins Rennen schicken werde. "Wir warten jetzt ab, wie die anderen Parteien sich zu dem Thema stellen", sagt Schaffers.

  • Kevelaer : Fraktionen beraten über Kompromiss für Michael Kamps

Ein denkbarer Kompromissvorschlag wäre angesichts der Tatsache, dass Kamps weiterhin der erklärte CDU-Kandidat bleibt, dass er nicht erster stellvertretender Bürgermeister wird, sondern zweiter oder dritter. Dann stünde er nicht so in erster Reihe. Vielleicht könnten damit auch die anderen Parteien leben.

Sollte es zu keiner Einigung kommen, wird der Posten des ersten stellvertretenden Bürgermeisters bis zur nächsten Kommunalwahl im Jahr 2020 voraussichtlich vakant bleiben.

(zel)