Goch/Kleve: Förderprogramm von Caritas, Kleve und Gocher Anna-Stift

Goch/Kleve: Förderprogramm von Caritas, Kleve und Gocher Anna-Stift

Geflüchteten Familien mit Kindern fällt es oft schwer, einen Zugang zum sozialen Leben in ihrer neuen Umgebung zu finden. Um ihnen dabei zu helfen, ihre Kinder in Kindertagesstätten anzumelden, haben der Ausschuss für Jugend und Familie der Stadt Kleve, der Caritas-Verband und das Gocher St.-Anna-Stift ein Förderprojekt gestartet.

"Wir möchten die Eltern erreichen und eine Brücke bauen zum Kita-Einstieg", so formuliert es Helmut van Kempen, Leiter für ambulante erzieherische Hilfen bei der Caritas. Ein extra für dieses Projekt angeschafftes Fahrzeug, das "Spiel-Mobil", wurde mit Spielzeug für bis zu sechs Jahre alte Kinder ausgestattet. "Damit fahren wir zwei bis drei Mal pro Woche Spielplätze an und kommen so mit Eltern und Kindern ins Gespräch", erklärt Barbara Sander, Sozialpädagogin bei der Caritas.

"Viele Flüchtlingsfamilien haben große Scheu, ihre Kinder in Betreuungseinrichtungen zu bringen, wir helfen dabei, sprechen auch mit den Erzieherinnen in den Kitas", erklärt Heike Ihde vom St.-Anna Stift. Oft müssten Frauen erst ihre Männer um Erlaubnis fragen. Die Männer übernähmen auch in vielen Fällen Bringen und Abholen.

Für die Hilfe beim Kita-Einstieg, die Familienbetreuung und die gesamte Umsetzung des Projekts gibt es Fördermittel vom Bund, um die sich die Stadt Kleve bemüht hat. "Von 2017 bis 2020 gibt es insgesamt 395.000 Euro. In diesem Zeitraum können wir bestimmt schon eine Menge bewegen und frühkindliche Bildung fördern", sagt Jan Traeder, Fachbereichsleiter Jugend und Familie.

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Bisher gab es in der Familienförderung zwei Bausteine, Babys bis zum ersten Geburtstag und Kids bis zum dritten Lebensjahr. Die Brücke zur Kita für die Migrationskinder ist nun der dritte Baustein. Zwölf Plätze stehen hier zur Verfügung, während 18 Plätze bei den Kids und vier Baby-Plätze vorhanden sind.

Bundesweit hätten sich etwa 200 Kommunen um diese finanzielle Unterstützung bemüht und sie auch bekommen, so das Organisationstrio. "Ein Spiel-Mobil wie wir hat aber, soviel wir wissen, keiner", sagt Traeder.

(RP)
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