Goch: Flughafenfreunde: Appell an die Gemeinde Bergen

Goch : Flughafenfreunde: Appell an die Gemeinde Bergen

Weeze (RP) Der Sprecher der Flughafen-Unterstützer in der Weezer Aktionsgemeinschaft "pro:niederrhein", Heinz-Willi Knechten, ruft Bergens Bürgermeister Klaverdijk zum Einlenken auf. Die Gemeinde Bergen (NL) ist die letzte Klägerin gegen die Betriebsgenehmigung des Flughafens Weeze.

Aufträge und Touristen

Die niederländischen Nachbarn profitierten in besonderem Maße vom "Jobmotor Airport", der nicht nur Arbeitsplätze für Bürger aus Klaverdijks Gemeinde bringe, sondern auch Aufträge und Touristen, argumentiert Knechten. Die Flugzeiten seien durch die überarbeitete Genehmigung spürbar eingeschränkt, und der Luftraum über Bergen werde nach 20 Uhr ohnehin kaum noch überflogen, im Gegensatz zur deutschen Seite. Mehr könne man kaum verlangen, meinen die Flughafen-Befürworter.

Vor einer Woche war bekannt geworden, dass sich der Airport Niederrhein auch mit den letzten Klägern der Aktionsgemeinschaft "Stopp Laarbruch" geeinigt hat (RP berichtete). Die Klagen werden gegen eine Zahlung von insgesamt 600 000 Euro zurückgezogen. Airport-Geschäftsführer Ludger van Bebber hatte sich jüngst im Gespräch mit der Rheinischen Post zuversichtlich gezeigt, dass die Klage der Gemeinde Bergen eine Betriebsgenehmigung nicht gefährden werde.

Knechten appelliert an Klaverdijk, auf "unrealistische Forderungen zu verzichten", die Kompromissangebote des Airports anzunehmen und "schnellstmöglich eine außergerichtliche Einigung" zu akzeptieren. "Es wäre absurd", so Knechten, wenn "ausgerechnet die niederländischen Nachbarn einem Flughafen weiter schaden würden, der niederländischen Investoren gehört, zahlreichen Niederländern Arbeit bietet und bevorzugt von Niederländern genutzt wird". Für die Blockadehaltung gebe es in Deutschland und in den Niederlanden keinen Rückhalt mehr.

Die Anwohner beiderseits der Grenze haben "längst ihren Frieden mit dem Airport gemacht", so dass eine fortgesetzte Blockade eine "Belastung der guten, länderübergreifenden Nachbarschaft" darstellen würde, so Knechten.

(RP)
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