Brandursache noch unklar: Flüchtlingsunterkunft nach Brand unbewohnbar

Brandursache noch unklar : Flüchtlingsunterkunft nach Brand unbewohnbar

Kellerbrand in einem Haus am Nordring von der Feuerwehr gelöscht/ Stadt sucht neue Unterkunft für 40 Menschen.

Ein Kellerbrand wurde in einem Haus am Nordring von der Feuerwehr gelöscht. Die Stadt sucht neue jetzt eine Unterkunft für 40 Menschen.

Der Alarm beendete das unbeschwerte Wochenende zahlreicher Gocher Feuerwehrmänner - und zwang rund 40 Menschen, sich vorerst in einer neuen Bleibe einzurichten. Um 13.34 Uhr am Sonntag erfuhr die Feuerwehr Goch von einem Brand am Nordring und war Minuten später mit einem halben Dutzend Einsatzfahrzeugen vor Ort. Aus der Nummer 3, in der wie in den benachbarten Häusern Flüchtlinge untergebracht sind, zog dichter Rauch nach draußen.

Die Erklärung dafür war schnell gefunden: Es handelte sich um einen Kellerbrand. Feuerwehr-Chef Georg Binn berichtete der Rheinischen Post: "Als wir eintrafen, hatten sich schon alle Bewohner in Sicherheit gebracht. Wir sind durch das verqualmte Treppenhaus gelaufen und haben in jede Wohnung hinein geschaut, um sicher sein zu können, dass auch wirklich niemand mehr in dem Gebäude war."

Sicherheitshalber wurden auch die Leute in den angrenzenden Häusern nach draußen geschickt, so dass nicht nur die jungen Männer aus Nummer 3, sondern auch viele Familien auf dem Bürgersteig standen und dem Gang der Dinge von außen zusahen. Ein paar Stofftiere, Jacken und Köfferchen mit den wichtigsten Unterlagen hatten einige Frauen in den Händen, während die Männer sich intensiv unterhielten und kleinere Kinder aufgeregt umher sprangen.

"Die Stadtwerke haben Strom und Gas abgeklemmt, die Feuerwehrkameraden löschten den Brand und ließen den Qualm über die Fenster im Dachgeschoss hinaus", erklärte Binn. Eine Ursache für das Feuer könne er noch nicht nennen. Die alten Häuser, die einst für die Fabrikarbeiter der Margarine-Union gebaut wurden, sind saniert worden und sollen technisch in ordentlichem Zustand sein.

"Vorerst ist Haus Nummer 3 unbewohnbar. Das Ordnungsamt kümmert sich darum, die etwa 40 wohnungslos gewordenen Menschen - durchweg junge Männer - anderswo unterzubringen", so Binn.

(RP)