Feuerwehr Goch rettet Käuzchen aus Kaminofen

Tierrettung : Steinkauz rutscht durch Kamin bis in einen Ofen

Feuerwehr Goch war zwei Stunden lang an der Asperdener Straße beschäftigt. Vogel kam in eine Tierklinik.

(nik) Er hat Glück gehabt, dass es in den vergangenen Tagen so mild war, sonst wäre sein Abenteuer vielleicht übler ausgegangen: Ein Steinkauz ist am Dienstagabend durch den Kamin eines Wohnhauses an der Asperdener Straße in Goch bis in einen geschlossenen Ofen gerutscht. Der Bewohner des Hauses rief die Feuerwehr, weil er fürchtete, ein weiterer Vogel könnte noch im Ofenrohr feststecken. Das war jedoch nicht der Fall.

Der Sprecher der Gocher Wehr, Torsten Matenaers, berichtet: „Mit der Alarmmeldung ,Tierrettung: 2 Eulen stecken in Kamin fest’ wurde die Löschgruppe Asperden alarmiert. Der Bewohner hatte in seinem Kaminofen einen Steinkauz entdeckt. Der Vogel war offenbar auf dem Hausdach in das Kaminrohr geraten und letztlich bis in den Ofen gerutscht. Aufgrund kratzender Geräusche vermutete der Hausbewohner, dass sich noch eine zweite Eule in dem Rohr befand.“ Vor allem deshalb war es dann auch ein Einsatz für die Retter, denn den kleinen Vogel aus dem Ofen nehmen hätte der Anrufer vermutlich selbst gekonnt. So aber inspizierten die Einsatzkräfte unter der Leitung von Hauptbrandmeister Georg Lamers das Rohr, indem sie mit einer Drehleiter zum Dach hoch fuhren. Sie konnten jedoch nichts feststellen. 

Insgesamt waren zehn Feuerwehrleute vor Ort, die Aktion dauerte rund zwei Stunden. Der zwischenzeitlich aus dem Ofen befreite Steinkauz wurde von der Feuerwehr in eine Klever Tierklinik gebracht; eine sichtbare Verletzung hatte er aber nicht.„Am Abend war die Klinik die einzige Adresse, unter der wir jemanden erreichten, der den nötigen Sachverstand mitbrachte. Wir wollen nach einem Einsatz ja sicher sein, dass ein Tier, das sich in unserer Obhut befand, danach auch gut versorgt wird“, so Matenaers.

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