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Goch: Falschgeld: Gocher in Österreich vor Gericht

Goch : Falschgeld: Gocher in Österreich vor Gericht

Dem 46-jährigen Gocher Ex-Anwalt, der zusammen mit einem Essener insgesamt 202 Millionen "Dollar" bei einer Volksbank im Kleinwalsertal in Euro umtauschen wollte, wird Ende Januar vor dem Landesgericht Feldkirch in Vorarlberg (Österreich) der Prozess gemacht.

Die Richter müssten nun klären, "ob sie Betrüger sind oder Betrogene", so der "Spiegel" in seiner heutigen Ausgabe. Der Gocher und der 52-jährige Essener waren vor knapp einem Jahr im Kleinwalsertal in einer Bank festgenommen worden. Beide hatten offenbar versucht insgesamt 202 Millionen Dollar Falschgeld in Euro umzutauschen. Blüten im "Wert" von weiteren 300 Millionen Dollar waren noch in einem schwarzen Samsonite-Koffer sichergestellt worden.

Der Gocher schildert im Gespräch mit "Spiegel"-Redakteur Jörg Diehl, ein Niederländer sei damals bei ihm erschienen, habe "historische Wertpapiere, unter anderem amerikanische Silberzertifikate", die "fast wie gewöhnliche Dollarscheine" aussahen, übergeben.

Genau diese gefälschten Banknoten und Papiere sollten (und wollten) die beiden Männer in Österreich eintauschen. Der Gocher beteuert, er sei bis zuletzt von der Echtheit der Papiere überzeugt gewesen und habe sich nur deshalb auf das vermeintlich lukrative Geschäft eingelassen.

Den beiden "Geldboten" hatten die Auftraggeber zehn Prozent Provision versprochen. Das wären etwa 150 Millionen Dollar gewesen. Eine abstruse Geschichte, bei der die Richter nun entscheiden müssen, ob der Gocher und der Essener Täter oder bloß leichtgläubige Opfer waren.

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Dass sie "von der Echtheit überzeugt" gewesen seien, hat laut "Spiegel" auch eine Angestellte der Volksbank im Kleinwalsertal ausgesagt. Und der Auftraggeber, der den beiden die abstrusen Papiere und "Banknoten" beschafft haben soll, beteuert nun, mit der ganzen Sache nichts zu tun zu haben.

(RP)