Goch: Erdbeben mit Stärke 4,5 erschüttert Niederrhein

Goch : Erdbeben mit Stärke 4,5 erschüttert Niederrhein

Ein Erdbeben der Stärke 4,5 hat gestern Abend um 21.03 Uhr den Niederrhein erschüttert. Laut der automatischen Aufzeichnung des Deutschen Geo-Forschungs-Zentrums in Potsdam lag das Epi-Zentrum des Bebens genau auf der Deutsch-Niederländischen Grenze bei Goch und entstand fünf Kilometer unter der Erdoberfläche.

Innerhalb von zehn Minuten gingen bei der Kreispolizei Kleve mehr als 100 Anrufe auf der Notruf-Nummer ein. Anrufer berichteten von bis zu sechs Sekunden andauernden Erschütterungen. Meldungen über Verletzte und Zerstörungen lagen zunächst nicht vor. Viele Menschen verließen jedoch aus Angst ihre Häuser und flüchteten ins Freie.

In mehreren Fällen gingen Scheiben zu Bruch. Anrufer berichteten von Porzellan, das aus dem Schrank gefallen sei. Die Erschütterungen waren noch bis in den Rhein-Kreis Neuss zu spüren. Die Niederrheinische Bucht ist eine der gefährdetsten Erdbebenzonen Deutschlands. Das bislang stärkste Beben ereignete sich 1992 in Roermond mit einer Stärke von 5,9.

In Deutschland und den Niederlanden wurden dabei 30 Menschen verletzt. Der Sachschaden betrug 150 Millionen Euro. Zuletzt bebte die Erde in Deutschland spürbar im Februar im hessischen Bad Ems. Wie beim gestrigen Beben wurde eine Stärke von 4,5 gemessen, die Schäden waren gering.

(RP)