Goch-Krimi: Elke Wagner führt Regie

Goch-Krimi: Elke Wagner führt Regie

Vor einigen Wochen begannen die Dreharbeiten zu "Mord im Goli". Verantwortlich für die künstlerische Leitung des Projekts ist das Goch.TV-Redaktionsmitglied Elke Wagner.

Sie wird in diesen Tagen schon häufig angesprochen wenn sie in der Stadt unterwegs ist. So nach dem Motto "Du hast ja 'nen neuen Job". Und ein kleines bisschen stimmt das vielleicht sogar. Denn ganz am Anfang hatte wirklich niemand damit gerechnet, dass aus dem eigentlich als reine Werbeidee für die Plattform Goch.TV gedachten Film ein großes Projekt werden würde. Ein so großes Projekt, dass inzwischen fast jeder Gocher davon Kenntnis genommen und jede Zeitung darüber berichtet hat. Spätestens seit die Dreharbeiten zum sogenannten Goch-Krimi vor einigen Wochen begonnen haben, ist der künftige Blockbuster in aller Munde.

"Mein Drehbuch sieht schon ziemlich zerfleddert aus", sagt Elke Wagner. Kein Wunder, ist sie doch die Regisseurin. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Und wie sich das für hochwertige Filme gehört, steckt hinter dem Ganzen nicht nur ein ausgeklügeltes Drehbuch und erstklassige Schauspieler, sondern vor allem eine Person, die den Überblick hat und dafür sorgt, dass alle Räder ineinander greifen. Im Fall des Goch-Krimis heißt diese Person Elke Wagner.

Detlef Pappelbaum, Elke Wagner, Michaela Lück, Martin Peters und Petra Gellinger bei der Szenen-Sichtung (von rechts). Foto: Evers, Gottfried (eve)

Sie war von Anfang an bei Goch.TV dabei und hat ihre Affinität zu filmischer Kreativität bereits mit einigen, gut geklickten Youtube-Videos bewiesen. Dabei liegt ihre eigentliche Spezialität darin, Natur und Tiere musikalisch unterlegt gekonnt in Szene zu setzen. Doch wer grundsätzlich ein Auge für die Wirkung von Bildern hat und sich auch für die Arbeit hinter der Kamera interessiert, bringt auch gute Voraussetzungen für den Regiestuhl mit — dachten sich auch die Experten vom Grimme-Institut, die bei Goch.TV im Vorfeld eine Einweisung gaben und gleich im Anschluss Elke Wagner von ihrer Meldung als Freiwillige für den Part der Regisseurin überzeugten.

...wie anstehende Szenen mit den Schauspielern. Foto: Evers, Gottfried (eve)

"Das Team ist sehr engagiert"

"Als ich dann bei den beiden Castings die vielen Bewerber gesehen habe, wusste ich, dass das klappen würde. Die waren sowas von gut, am liebsten hätte ich alle genommen", erinnert sich Wagner.

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Ein Eindruck, der sich bis zum heutigen Tag bestätigen sollte. Inzwischen gab es mehrere Drehtage und die Regisseurin ist mehr als zufrieden mit der Arbeit des gesamten Teams. Alle seien "sehr engagiert und fast schon professionell. Die Atmosphäre ist super", schwärmt sie.

Ihre persönliche Aufgabe sieht sie vor allem darin dafür zu sorgen, dass die Harmonie stimmt, das alles zusammen passt und dass die Truppe "bei Laune gehalten wird". Und fügt laut lachend und im Scherz hinzu: "Ich bin so eine Art Mutter der Kompanie". Die aber ganz genau weiß, dass die Dinge aber unter anderem auch deshalb so reibungslos ablaufen, weil sie so ein gutes Team mit dem Aufnahmeleiter Martin Peters bildet. Und sich ohnehin alle am Dreh Beteiligten so mächtig ins Zeug legen.

Dass das auch schon einmal anstrengend werden kann, weiß die Regisseurin ebenfalls. Und genau dann, in den vielleicht kritischen Momenten, wird aus der künstlerischen Leiterin eine Animateurin, eine Motivatorin, die ihre Schauspieler in Einzelgesprächen wieder fokussiert. Auch viele Stunden nach dem Beginn der Dreharbeiten an einem warmen Sommertag.

Dabei behält Wagner die Ruhe und strahlt, auch im Gespräch über das gesamte Projekt, eine ansteckende positive Grundhaltung aus. Denn sie ist mit Spaß bei der Sache. Sie ist von dem Goch-Krimi überzeugt, sie mag das Drehbuch, die Schauspieler, das ganze Team. Und deswegen kann sie die gute Laune und die Zuversicht auch so gut vermitteln.

"Wir machen das alle nur hobbymäßig, das darf man dabei nicht vergessen", mahnt sie, und ergänzt: "Das Ganze soll vor allem Spaß machen". Dazu passt dann auch ihre Antwort auf die Frage nach dem möglichen Erscheinungsdatum des Films. "Wenn er fertig ist, ist er fertig", sagt sie und lächelt. Damit wird genau das ausgedrückt, was die Leichtigkeit der Dreharbeiten und damit ihren Erfolg in diesen Tagen und Wochen ausmacht: niemand hat Druck, alles hat seine Zeit. Und wenn es einmal Versprecher gibt oder einer der Schauspieler sich aus welchen Gründen auch immer am Set nicht mehr halten kann und alle mit seinem "Lachflash" ansteckt, vergisst auch die Regisseurin ihre qua Amt vorgesehene Aufgabe und macht mit. "Solche Momente finde ich herrlich, die Patzer sind doch am lustigsten", so Wagner. Und wenn die Zuschauer am Ende auch nur halb so viel Spaß beim Zusehen hat wie das Team beim Dreh, dann hat der Goch-Krimi sein Ziel erreicht — obwohl es bekanntlich um einen Mord im Goli-Theater geht. Wer wohl der Mörder ist..

(RP)
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