Goch: Eiserne Hochzeit im Hause Verheyen

Goch : Eiserne Hochzeit im Hause Verheyen

Irmi und Willy Verheyen lernten sich auf der Gocher Handelsschule kennen und heirateten 1953.

Das seltene Fest der eisernen Hochzeit feiern am Montag, 28. Mai, Irmi und Willy Verheyen vom Greversweg aus Goch. Die beiden lernten sich in Goch auf der Handelsschule kennen, die sie von 1941 bis 1943 besuchten. Danach trat Willy Verheyen in den Dienst der Bahn ein - als Anwärter für den gehobenen Dienst. Die Jubilarin musste wie alle gleichaltrigen Mädchen ihr "Pflichtjahr" absolvieren. Ende 1943 musste Willy Verheyen als 17-Jähriger zum Reichsarbeitsdienst nach Ostpreußen und dann zum Militär. Irmi wurde zum Arbeitsdienst nach Pommern einberufen und musste danach in Berlin in einer Rüstungsfabrik arbeiten.

Beide kehrten kurz nach Kriegsende aber wohlbehalten in ihre geliebte Heimatstadt zurück und planten ihren Lebensweg. Sie heirateten am 28. Mai 1953. Willy Verheyen, Bundesbahn-Amtsrat a.D., war 46 Jahre bei der Deutschen Bundesbahn beschäftigt, davon die letzten 24 Jahre als Bahnhofsvorsteher in Goch und Kleve. In der Freizeit war und ist der Fußball das größte Hobby. Seit 75 Jahren ist Verheyen Mitglied der Gocher Viktoria. Der Jubilar engagiert sich aber auch im Bahn-Sozialwerk und in der Beamtengewerkschaft der DB AG. Für sein soziales Engagement wurde Willy Verheyen im Februar 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz am Band ausgezeichnet.

Skat spielen, Kegeln, im Internet surfen - Langeweile hat Willy Verheyen nie.

Irmi Verheyen arbeitete bis zur Hochzeit als Büroangestellte im Lebensmittelgroßhandel C.F. Beck. Seit dem Tag der Eheschließung - sprich vor 65 Jahren - gehört das Lesen der Rheinischen Post für beide zum Morgenprogramm. Willi und Irmi Verheyen fahren regelmäßig nach Aachen um Sohn Dieter, Schwiegertochter Sabine sowie die Enkel Sarah, Stephan und Jana zu besuchen.

Die Dankmesse ist am Montag, 28. Mai, um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche Maria-Magdalena. Anschließend wird mit Verwandten, Nachbarn, Freunden und Bekannten im Kolpinghaus gefeiert.

(RP)
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