„Ehrenmann“: Kalkar wirbt mit Modewort für sich

Kalkar : „Ehrenmann“: Kalkar wirbt mit Modewort für sich

Die Stadt Kalkar will mit einer ungewöhnlichen Kampagne Auszubildende für das Jahr 2020 gewinnen.

(RP) Das Gespenst „Fachkräftemangel“ geistert schon eine geraume Zeit durch den beruflichen Alltag und sorgt für Sorgenfalten bei den Personalverantwortlichen. Um dieser Herausforderung entgegenzutreten, bilden immer mehr Unternehmen selbst aus. Doch auch Auszubildende sind heiß begehrt und daher schwer zu bekommen. Die Stadt Kalkar hat hierauf reagiert und akquiriert mit einer ungewöhnlichen Kampagne Auszubildende für das Jahr 2020: hauptsächlich über das Internet sucht die Stadt mit Fotos und Videos nach neuen „Ehrenmännern“ und „Ehrenfrauen“.

Was es damit auf sich hat, erklärt der für das Personal der Stadt Kalkar verantwortliche Martin Lindau: „Unsere Mitarbeiter arbeiten tagtäglich, damit die Bürger gut in Kalkar leben, Unternehmen in Kalkar ihr Brot verdienen und Touristen die Stadt erleben können. Wir arbeiten also für die Gemeinschaft und für die Stadt, ohne dass wir dies an die große Glocke hängen.“ Richtige Ehrenmänner und Ehrenfrauen eben – mit diesem Modewort würden vermutlich Jugendliche die Beobachtung umschreiben. sagen. Bei dem Begriff „Ehrenmann“ oder „Ehrenfrau“ handelt es sich nämlich um das aktuelle Jugendwort des Jahres. So wird jemand bezeichnet, der Gutes für jemanden tut. „Und das macht eigentlich unsere Arbeit bei der Stadt Kalkar aus“, so Lindau. „Auf diese Weise versuchen wir, neue Auszubildende zu gewinnen, die dann nach der Ausbildung ebenfalls ein Ehrenmann oder eine Ehrenfrau werden.“

In heutigen Zeiten der Bewerbersuche müsse man auffallen, und dies versuche die Stadt Kalkar eben mit dieser Ausbildungskampagne, so Lindau. Verstecken brauche sie sich dabei nicht, denn einiges spreche für diesen Arbeitgeber: der sichere Arbeitsplatz, ein gutes Gesundheitsmanagement, flexible Arbeitszeiten, gute Kollegialität – und eben einen Sinn hinter der tagtäglichen Arbeit. Auf der anderen Seite sei es fatal, Dinge im Marketing zu versprechen, die nicht eingehalten werden können. Die Stadt versucht, sich selbst so realistisch wie möglich darzustellen. Dies zeigt sich bereits daran, dass echte Mitarbeiter  die Kampagne mit ihren eigenen Gesichtern schmücken. „Die Bereitschaft, an der Kampagne teilzunehmen, war sehr hoch. Dies hat mich sehr gefreut und zeigt auch, wie sehr sich die Kollegen mit der Stadt Kalkar identifizieren“, sagt Lindau. Aktuell gesucht werden übrigens Auszubildende für die Verwaltung und auch als Gärtner beim Bauhof. Bis zum 6. Januar 2020 sind Bewerbungen möglich – einfach online unter www.kalkar.de/ausbildung.

(RP)