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Goch: Drittes Werbevideo für super Kevelaer

Goch : Drittes Werbevideo für super Kevelaer

Ein neuer Film der "Kevelaer Edition" ist seit Wochen ein großer Erfolg im Netz. Er zeigt: "Kevelaer ist supergeil". Fast 50 Personen haben daran mitgewirkt. Er wurde im Internet bereits mehr als 11 000 Mal geklickt.

Kevelaer ist nicht nur ein Wallfahrtsort, findet Niklas van Lipzig. Die Stadt sei vielmehr "supergeil", meint der 20-Jährige gar und hat das in einem Musikvideo festgehalten. Im Sprechgesang lässt der Auszubildende bei der Marketing-Agentur "Oneline-Media" darin Stefan Reudenbach von der Öffentlichen Begegnungsstätte darlegen, was genau an Kevelaer diesem Attribut entspricht. Den Internetnutzern scheint der Clip zu gefallen. Auf der Video-Plattform Youtube wurde das Lied, seitdem es van Lipzig Anfang Dezember online stellte, mehr als 11 000 Mal angeklickt.

 Stefan Reudenbach sorgt im Video für den Sprechgesang.
Stefan Reudenbach sorgt im Video für den Sprechgesang. Foto: Seybert

Es ist bereits das dritte Musikvideo, das die Marketing-Agentur aus Kevelaer in der Reihe "Kevelaer Edition" gedreht hat. Im vergangenen Sommer überlegte sie sich - wie viele andere Städte auch - eine eigene Video-Interpretation zu dem Erfolgslied "Happy" von Pharrell Williams, zur Fußball-Weltmeisterschaft verfilmte die Agentur "Das dicke, dicke Ding" von Mister Santos neu. Der Erfolg spricht für sich: "Happy" verzeichnet bislang fast 29 000 Klicks, "Das dicke, dicke Ding" schauten fast 33 000 Menschen an.

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Für die ersten beiden Produktionen gestaltete "Oneline-Media" nur die Videos neu. Bei "Kevelaer supergeil" habe er einen Schritt weitergehen wollen, berichtet van Lipzig, der bei der Agentur seit August eine Ausbildung zum Mediengestalter absolviert. "Dieses Mal haben wir auch den Text neu geschrieben und ihn einsingen lassen", berichtet der 20-Jährige, der das Video mit seinem Chef Rudolf Beerden und seinem Ausbildungsleiter Daniel Heinrichs produzierte. Ausgesucht haben sie für den Gesang Begegnungsstätten-Leiter Reudenbach. "Wie der Originalsänger hat er eine ziemlich tiefe, markante Stimme."

"Natürlich habe ich sofort zugesagt", meint Reudenbach. Dabei habe der Stadtmitarbeiter mit dem Projekt zunächst wenig anfangen können. "Ich kannte weder das Lied noch die Edeka-Werbung." Die nämlich ist quasi Vorbild für die Kevelaer-Version. Der Lebensmittelmarkt ließ den Sänger des Originallieds, Friedrich Liechtenstein, durch ein Geschäft spazieren und Produkte präsentieren - stets mit dem Zusatz "supergeil". 46 Mal taucht der Begriff im Lied auf. "Jedes Mal, wenn Stefan Reudenbach ihn sagt, blenden wir einen anderen Kevelaerer Bürger ein", erklärt van Lipzig. Während die Aufnahmen im Studio in kurzer Zeit klappten, dauerten die Außentermine fast zwei Wochen, denn schließlich musste der 20-Jährige alle 46 Protagonisten besuchen. "Der Aufwand für jeweils nur wenige Sekunden Material war groß", berichtet er. Schon bei den vorherigen Videos arbeitete er mit, damals als Praktikant.

Während die Kevelaerer bei den Vorgängern noch etwas skeptisch gewesen seien, hätten sie diesmal begeistert beim Dreh geholfen. "Sie haben den Begriff ,supergeil' mit Humor genommen und gerne geholfen", berichtet van Lipzig. Er hofft auf einen ähnlichen Erfolg wie beim Video zu "Das dicke, dicke Ding". "Der Originalsänger Mister Santos hat uns sogar auf seiner Facebook-Seite erwähnt." Fest stehe schon jetzt, dass es "zu 100 Prozent" ein neues Video geben wird, sagt der Auszubildende. Für welches sich die Agentur entscheidet, stehe aber bislang noch nicht fest.

(RP)