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Drei Firmen aus Goch und Weeze auf IAA in Hannover

IAA Hannover : Vom Fahren in der Zukunft

Die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve besuchte auf der 67. IAA für Nutzfahrzeuge in Hannover drei Unternehmen aus Goch und Weeze. Im größten Schaufenster der Branche: Kässbohrer, Gocher Fahrzeugbau (Gofa) und Chefs Culinar.

(RP) Von weitem leuchtet der riesige rote Buchstabe den Gästen entgegen, die sich der Pressekonferenz zum Auftakt der noch bis Donnerstag laufenden 67. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) Nutzfahrzeuge in Hannover näherten. „K“ wie Kässbohrer prangte auf der Messefläche, auf der gleich zwei Jubiläen eine Rolle spielten. Die Traditionsmarke Kässbohrer wird 125 Jahre jung, und die Europa-Zentrale des Unternehmens ist seit zwei Jahrzehnten in Goch zuhause. Und wer Iffet Türken, Moderatorin und Mitglied der Geschäftsführung für den Auftritt in Hannover, genau zuhörte, der erkannte ein wenig Stolz über einen weiteren Grund zur Freude. Die Firma Kässbohrer hat im Jubiläumsjahr den „Trailer Innovation Award“ für ausziehbare Chassis zum Transport von Containern gewonnen der vom renommierten Verband der Automobilindustrie verliehen wird.

2500 Aufleger will das Unternehmen in Goch endfertigen. In 55 Länder werden sie vom Niederrhein aus rollen. Zahlen, die Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers ebenso gerne zu hören schien wie die Tatsache, dass man am Standort weiteren Personalbedarf verspürt. 54 Millionen Euro habe man – dies bestätigte auch Firmeneigner und Präsident Cetin Nuhoglu – weltweit investiert . Heute sei man die Nummer drei in der Bundesrepublik.

  • Beim Firmenjubiläum in Goch führt Iffet
    Jubiläum : 125 Jahre: Kässbohrer feiert in Goch
  • Volker Schoelen ist Leiter des Wellenbrecher
    Jugendeinrichtung in Weeze heißt wie das Wort des Jahres : Wellenbrecher stolz auf Wellenbrecher
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„Kässbohrer empfindet sich als ein wichtiger Technologie-Hersteller. Da gilt eine so wichtige Auszeichnung wie die mit dem Trailer Innovation Award für uns auch als Nachweis für die Problemlöser-Qualitäten unseres Unternehmens“, sagte Iffet Türken im Gespräch mit der Kreis-WfG zufrieden. Sie selbst habe ihr „Herz in Goch“. Kässbohrer sei der Hersteller mit der breitesten Produktpalette. Von Goch aus liefere man in 20 Länder, auch in die Niederlande, deren Nähe für den Standort Goch „eminent wichtig“ sei.

Enger zusammenarbeiten wolle man künftig mit der Hochschule Rhein-Waal und dem Förderverein Campus Cleve Für diesen sicherte Kuypers zu, bald die Veranstaltungsreihe „Firmen öffnen sich für Studierende“ zu einem Besuch junger Leute beim Gocher Unternehmen einzuplanen. Kässbohrer, die sich selbst als „Pioniere im Fahrzeugbau“ verstehen, ist im 125. Jahr seit Gründung mit seinen heute mehr als 800 Produktvarianten längst ein Unternehmen voller Innovationen.

Immer wieder ist auch die Gofa Gocher Fahrzeugbau dabei, die sich auf dieser Leitmesse der Weltmarkt-Konkurrenz stellt. In der Halle 25 präsentierte sich das Team um Geschäftsführer Alexander Schramm und Heinz Janssen, den einstigen Geschäftsführer, Mit-Eigentümer und heutigen Berater. „Unser Markt in der Nische der Nutzfahrzeuge ist ausgesprochen gut. In Europa sind wir Marktführer bei allem, was mit dem Transport tiefkalter Gase zu tun hat“, betonte Alexander Schramm. Vor wenigen Jahren ist die Gofa „unter das Dach der neuen amerikanischen Mutter „Chart Industries USA“ geschlüpft, die weltweit 5000 Mitarbeiter hat. Keine Frage, dass man in Goch weiterhin nach jungen Mitarbeitern sucht. Ob es Auszubildende als Metallbauer, als Kaufleute, als Technische Zeichner sind oder Rohrleitungsbauer, fertige Metallbauer oder gar Diplom-Ingenieure – der Fachkräftemangel hat sich auch an der Gocher Peripherie eingeschlichen. Und dabei ist „die Gofa“ personell deutlich gewachsen. Zwischen 2011 und heute wuchs das Stammpersonal von 120 auf stolze 185 Mitarbeiter.„Die frühe Entscheidung, auch Gase in unser Produktportfolio aufzunehmen, hat uns zum einen die Tür zur amerikanischen Mutter geöffnet und unser Geschäft zum anderen auf eine breitere Basis gestellt“, so Heinz Janssen. Auch mit Hilfe des LNG, des flüssigen Erdgases, wird die Gofa in Zukunft weiter wachsen, so das Messeteam, zu dem auch Karl Bauer, Michael Junker und Simon Olfen zählten „Driving tomorrow“ – „Fahren in der Zukunft“ ist die Zielrichtung seitens der Messemacher vorgegeben. Die Gofa befindet sich mit ihren Tankaufliegern in ihrer Spur für die Zukunft.

Auf der 67. Fachausstellung ebenfalls zu sehen sind Fahrzeuge mit der Werbung „Chefs Culinar“. Der Fahrzeugbauer hatte auslieferungsfähige Spezialfahrzeuge für das in Weeze beheimatete Unternehmen – früher Firma JOMO – in dieses „weltweit größte Schaufenster gerollt“ und damit eigene Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Felix Naber von der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve Interessierte sich für das Auto und seine besonderen Facetten. gern in ihrer Spur für die Zukunft.