Die Uedemer "Tafel" betreut etwa 100 Haushalte in der Gemeinde

Uedem : Das Café Konkret sucht neue Helfer

In der „Tafel“ für Uedem können sich bedürftige Meschen für wenig Geld Lebensmittel kaufen. Möglich ist das, weil das Café viele ehrenamtlichen Helfer hat. Etwa 100 Haushalte gehören zum Kundenbestand.

Hilfsbereitschaft, Kommunikation und Freundlichkeit werden beim Café Konkret in Uedem groß geschrieben. Es verfolgt die Ziele, den bedürftigen Menschen Lasten abzunehmen und sich auch für Schwächere einzusetzen, indem sie Fragen zum Sozialamt und der Sozialhilfe beantworten und kostengünstig Lebensmittel verkaufen. Um dies aufrecht zu erhalten, werden weitere ehrenamtliche Helfer gesucht, die als Fahrer, Berater und Verkäufer das Café  unterstützen.

Es ist die „Tafel“ in Uedem. Eine soziale Einrichtung, eine Informations- und Anlaufstelle für Hilfesuchende. „Zunächst war diese jedoch nur eine kleine Gemeinschaft aus ehrenamtlichen Helfern“, sagt der Leiter der Einrichtung Hans Dieter Kahrl. Gegründet wurde das Café Konkret 2007 von dem bereits verstorbenen Manfred Bodden. Es galt als eine Verpflichtung für die Helfer, das Vermächtnis weiterzuführen und für Notleidende weiterhin da zu sein. Seit 2018 bilden Sujata Davids und Hans Dieter Kahrl das Leitungsteam.

Das Café Konkret bietet eine soziale Beratung an, um bei persönlichen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen zur Seite zu stehen, wie bei der Aufklärung von Bescheiden oder beim Ausfüllen von Anträgen. Mehrere Fahrer steuern  täglich Supermärkte, Einzelhändler und landwirtschaftliche Betriebe im Kreis Kleve an und erhalten dort kostenlos Lebensmittel. Diese werden an die Bedürftigen verteilt. Haltbare Nahrungsmittel, die von den Spendenmitteln gekauft werden und Second-Hand Kleidung, werden für einen kleinen Betrag angeboten. „Ein weiterer Leitgedanke hierbei ist, dass auch die Spender mehr acht geben, unverdorbene Lebensmittel nicht zu entsorgen“, erklärt Karhl.

Der Kundenbestand bleibt konstant bei etwa 100 Haushalten. Um den Menschen die Leistungen zu ermöglichen, betätigen sich 50 ehrenamtliche Helfer zum Beispiel als Fahrer, als Verkäuferinnen bei der Lebensmittelausgabe oder als Berater in sozialen Notlagen.

Das Café Konkret wird von drei Kirchengemeinden und dem Caritasverband Kleve getragen. Es wird auch ein sehr enger Kontakt mit der Uedemer Gemeinde gepflegt. Außerdem arbeitet es mit anderen örtlichen und überörtlichen Organisationen eng zusammen. Für Rückfragen in der Beratung besteht ein unmittelbarer Draht zum Sozialamt.

Die Kinder und Jugendlichen der Kunden werden nicht vernachlässigt: In den vergangenen Jahre fand bereits eine Weihnachtsbaum-Wunschaktion statt. Hier wird den Kindern bis zum 17. Lebensjahr durch Kunden der Sparkasse ein Geschenk im Wert von 20 Euro ermöglicht. Eine weitere noch anstehende Aktion ist ein Samstag auf dem Poenenhof in Uedem. Die Kinder können spielen, sowie Kuchen essen und Kakao trinken.

Alle Hilfesuchenden, unabhänigig von Alter, Familienstand, Nationalität und Konfession, können die Einrichtung besuchen. Berechtigt ist, wer Sozialleistungen von der Gemeinde bekommt oder dessen Einkommen maximal 20 Prozent über dem Sozialhilfesatz liegt.

Neben den Beiträgen der Träger ist das Café Konkret auf Spenden angewiesen. „Viele Uedemer unterstützen das Café Konkret bereits“, berichtet Kahrl. In diesem Jahr soll ein neues Transportfahrzeug mit Kühleinrichtung angeschafft werden, welches auch finanziert werden muss. Hierfür fehlt noch viel Geld. „Sehr helfenswert ist auch die Spende haltbarer Lebensmittel“, sagt Kahrl. „Es ist dringend notwendig, in der Bevölkerung das Verständnis für die Notwendigkeit des Helfens zu wecken. Helfer sind herzlich willkommen und mögen sich melden. Die Einsatzzeit kann individuell abgestellt werden“, erklärt Kahrl.

Mehr von RP ONLINE