Die Planungen für die Freie Schule Kokon gehen weiter

Trotz Suche nach Standort : Bewerbungen für Schule „Kokon“ laufen

Das Gebäude steht noch nicht fest, die Planungen für die Gründung einer freien Schule in Weeze gehen weiter. Es werden schon erste Gespräche mit Pädagogen geführt. Gestartet werden soll zum Schuljahr 2020/21.

Dafür hatte sich die Initiative in Weeze für das Gebäude der ehemaligen Sekundarschule Kevelaer-Weeze beworben. Den Zuschlag für das Gebäude hatte die Petrus-Canisius-Schule bekommen. Am 28. November gibt es ein weiteres Gespräch mit Weezes Bürgermeister Ulrich Francken zum Raumangebot in der Gemeinde. „Der Bedarf ist auf jeden Fall da, Weeze hat keine weiterführende Schule“, sagt Monja Spenrath.

Unterscheiden soll sich „Kokon“ von anderen Schulen in der Gestaltung des Unterrichtsalltags. „Wir sind überzeugt davon, dass Kinder aus sich heraus und ohne Zwang alles das lernen wollen, was sie für ihr Leben benötigen, genauso wie sie es in den ersten sechs Lebensjahren auch gemacht haben“, heißt es im Konzept. „Wir arbeiten mit Montessori-Material“, erklärt Monja Spenrath. Das bedeutet aber nicht, dass potenzielle Lehrer oder Schulleitung den Hintergrund mitbringen müssen. Wichtiger sei, welche Haltung sie den Kindern, die sie unterrichten, gegenüber haben. „Grundsätzlich sollten sie Vertrauen in die Kinder haben“, nennt Monja Spenrath, was allen Initiatoren von der Schule „Kokon“ wichtig ist. Es soll eine Begleitung auf Augenhöhe sein. „Klar haben die Erwachsenen die Verantwortung, das bedeutet aber nicht, dass man sich ungleichwürdig begegnen muss.“

Wie der Stundenplan aussehen wird, hänge stark vom Lehrpersonal ab. Klar ist, dass es einen Kernlehrplan zu den Hauptfächern geben wird. Angeschaut hat sich das Team etwa die Freie Gesamtschule „Facettenreich“ in Sevelen oder die Freie Alternative Schule in Wülfrath und Mönchengladbach. „Wir werden unser eigenes Profil haben“, antwortet Monja Spenrath auf die Frage, ob sie wie „Facettenreich“ sein werden. Alles hänge letztendlich von den Leuten ab, die in der Schule arbeiten.

Der nächste Schritt ist, das Konzept der Bezirksregierung vorzustellen und prüfen zu lassen. Am Start zum Schuljahr 2020/21 wird festgehalten. „Wir stecken da gerade unsere ganze Energie rein“, sagt Monja Spenrath. Unterstützung gibt es auch jetzt schon unter anderem von der Stiftung „Du bist wertvoll“ mit Sitz in Straelen. „Die Schule hat Ziele, die mit denen der ,Du bist wertvoll’-Stiftung sehr kompatibel sind“, erklärt Lena Hachmann. Sie hat die pädagogische Leitung der Stiftung.

„Lernen ist mehr als nur Wissensaneignung“, die Kinder sollen auch wirklich Forscher sein. Es sollen Strategien entwickelt werden, in denen es darum geht, Lernen als lebenslangen Prozess zu verstehen. Lena Hachmann findet den Ansatz, den die Gründer von „Kokon“ haben gut. Wichtig ist ihr auch der Aspekt, dass Kinder ernst genommen werden.

Über die Stiftung gibt es ein großes Netzwerk an Menschen, das dazu dienen soll, die neue Schule und ihr Konzept bekannt zu machen. Auch im aktiven Betrieb könne man sich Unterstützung vorstellen. Ein Baustein der Stiftung ist zum Beispiel gesunde Ernährung. Da die Schule auch über einen Hauswirtschaftsbereich verfügen wird, würde das gut passen.