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Uedem: Die Fliegenkirmes von Uedem

Uedem : Die Fliegenkirmes von Uedem

Mit dem traditionellen Fassanstich hat Bürgermeister Rainer Weber das Volksfest in der Ortsmitte eröffnet. Rund 20 Schausteller, ein Festzelt und das große Feuerwerk sollen Besucher ins Schusterdorf locken.

Sechs Schläge — den Start der Uedemer Fliegenkirmes hat sich Bürgermeister Rainer Weber sicher unkomplizierter vorgestellt. Ganz der Politiker, hatte er zwar vorher noch tiefgestapelt (der Hahn sei neu, der Hammer ungewohnt), aber von den als Ziel ausgegebenen zwei Schlägen blieb er beim traditionellen Fassanstich trotzdem weit entfernt.

 Es läuft! Nach mehr Versuchen, als geplant, konnte Bürgermeister Rainer Weber das erste Kirmesbier verteilen.
Es läuft! Nach mehr Versuchen, als geplant, konnte Bürgermeister Rainer Weber das erste Kirmesbier verteilen. Foto: Evers, Gottfried

Dann floss es aber, das erste Uedemer Kirmesbier 2012 — na ja, zumindest schäumte es erst einmal, so ist das eben beim Fassanstich. In diesem Jahr übrigens Pils — das Altbier war nicht so gut angekommen. Und: Im Gegensatz zu anderen Bürgermeistern des Kreises endete die Eröffnung nicht in einer Bierdusche aller Beteiligten. Bis Dienstag lockt die Fliegenkirmes noch in das Schusterdorf.

"Wir haben rund 20 Stände. Der Höhepunkt bei den Fahrgeschäften ist sicherlich der Kesseltanz", sagt Schaustellerchefin Bettina Hebben. Dass es durchaus noch das ein oder andere Karussell mehr geben könnte, wünscht sich auch Bürgermeister Rainer Weber. "Die Menschen werden das im Sommer sehen: Nach der Umgestaltung der Platzanlage passt sicher noch ein Karussell mehr hier hin, wenn wir alles ein wenig umstellen", sagt Weber.

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Seit jeher lebt die vom Heimatverein organisierte Kirmes aber vor allem von der Geselligkeit. Das soll auch in diesem Jahr nicht anders sein. So ließen es sich viele Besucher nicht nehmen, direkt im Anschluss an die Eröffnung bei der Happy Hour das erste Mal die Buden bei halbem Fahrpreis anzusteuern. Und auch abseits davon gibt es wieder reichlich Programm. Nachdem am Samstag der Landjugendball zum Feiern einlud, ging es am Sonntag nach dem Festgottesdienst mit anschließendem Umzug durch die Straßen Uedems erst einmal zum Frühschoppen.

Am heutigen Montag ist Familientag im Ortskern. Und auch hier kann gefeiert werden: Ab 19 Uhr sind alle herzlich zum Dämmerschoppen ins Festzelt eingeladen, die Live-Band "Idem Dito" spielt bei freiem Eintritt. Dienstag herrscht ab 14 Uhr reges Kirmestreiben und wenn es gegen 20.45 Uhr dunkel wird, bildet das Feuerwerk über dem Ort den krönenden Abschluss des Festes.

Mit einem haben sie jetzt schon Glück, die Uedemer: Das Wetter meint es gut mit ihnen. Bis Mittwoch soll es noch trocken und relativ warm bleiben. "Echtes Kirmeswetter", nennt Bettina Hebben das. Und Bürgermeister Weber erkennt darin schon Tradition: "Ich war jetzt schon neun Mal bei dem Fassanstich dabei und noch nie hat es geregnet. Einmal hat es ein bisschen gefieselt, einmal war es kalt, aber richtiger Regen — noch nie!" So scheint die Kirmes nicht nur ein Volksfest, sondern auch ein Garant für den goldenen Oktober im Ort zu sein.

(lukra)