Die evangelische Gemeinde Goch lädt zum Weihnachtsmarkt ein

Evangelische Gemeinde Goch : Weihnachtsmarkt unterm Geusendaniel

Die evangelische Kirchengemeinde Goch veranstaltet am 21. Dezember ihren Weihnachtsmarkt im Gemeindegarten hinter der Kirche. Der Erlös kommt Kindern aus den Slums von Nairobi zu Gute. Außerdem wird ein Name fürs Begegnungszentrum gesucht.

Wer drei Tage vor Heiligabend zwischen 17 und 20 Uhr durch das Tor zwischen dem Gocher Rathaus und dem evangelischen Gemeindehaus geht, findet dort eine bekannte Oase mitten in der Hektik des Alltags: gute Gespräche, Live-Musik, Innehalten im Schein der Feuerkörbe und eine stimmungsvolle Atmosphäre fern von Einkaufshetze und Geschenkejagd. Zum 9. Mal lädt die evangelische Kirchengemeinde zum „Weihnachtszauber“ unterm Geusendaniel, dem Posaunenengel auf der Kirchturmspitze, ein.

„Wir sind so kurz vor dem Fest der letzte und der etwas andere Weihnachtsmarkt“, sagt Presbyterin Britta Gemke, die zusammen mit Bettina Prinz, ebenfalls Presbyterin der Gemeinde, den Markt organisiert. Wie im vergangenen Jahr soll es auch diesmal eine „Light-Version“ sein, was bedeutet, dass geselliges Beisammensein in schöner Atmosphäre im Vordergrund steht und es außer Getränken und Imbiss keine weiteren Verkaufsstände gibt. „Die Resonanz im letzten Jahr war sehr gut, das war sogar unser bestbesuchter Weihnachtszauber bisher“, berichtet Britta Gemke.

Im nächsten Jahr steht das zehnjährige Jubiläum an. „Zu diesem Anlass machen wir dann wieder eine größere Ausgabe“, so Bettina Prinz. Fester Bestandteil des kleinen „Zaubers“ ist aber wie gewohnt die Musik: der Bläserkreis der evangelischen Gemeinde spielt festliche Lieder unter der Leitung von Volker Reuter, und der Gocher Musiker Christoph Krott wird ab 17.15 Uhr wieder mit der Gitarre dabei sein. Dieses Mal singt er mit den Kindern der Kita an der Niersstraße. „Herr Krott hat mit den Kindern geübt, bittet aber auch die Besucherkinder ausdrücklich, kräftig mit zu singen“, so Britta Gemke. Um 19 Uhr können die Gäste mit Liederlaternen zusammen Weihnachtslieder singen, Lukas Kowal begleitet auf dem Klavier. Zu Glühwein vom Winzer oder alkoholfreiem Holunderpunsch gibt es Würstchen oder Waffeln. „Fackeln, Feuerkörbe und Kuscheldecken haben wir da. Unsere Gäste schätzen die Begegnung und die Gespräche in entspanntem Ambiente“, so die Organisatorinnen. Der Erlös des Getränke- und Essensverkaufs geht wie im letzten Jahr an die Hilfsorganisation Pangani Lutheran Children Centre in Nairobi, Kenia. Diese kümmert sich um Straßenkinder, besonders auch Mädchen zwischen fünf und zwölf Jahren und bietet ihnen Bildung, Schutz, medizinische Versorgung und Aufklärung. Wer hierfür zusätzlich spenden möchte, kann dies in einer aufgestellten Box tun. „Da wir vor Ort in Nairobi persönliche Kontakte haben, können wir sicher sein, dass das Geld ankommt“, betont Bettina Prinz.

Für die Gocher Kirchengemeinde steht, wie berichtet, im kommenden Jahr der Baubeginn für das neue Begegnungszentrum am Markt zwischen Rathaus und Kirche an. Am Tag des Weihnachtszaubers fällt sozusagen der Startschuss für die Namensfindung. Die Organisatorinnen erklären, dass alle Gäste sowie auch die künftigen Nutzer des Begegnungszentrums, Gruppen und Gemeindeglieder eingeladen sind, einen Namensvorschlag für das neue Haus zu machen. „Der Name sollte im Einklang mit unserer christlichen Gemeinschaft einladend und charakterisierend sein“, sagt Britta Gemke. Um 19.45 übernehmen Stefan Schmelting und Ralf Gemke als stimmungsvollen Schlusspunkt wieder das Turmblasen vom Balkon der Diakonie aus.