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Diakonie impfte Mitarbeiter und berechtigte Hausgäste mit Moderna-Impfstoff

Corna-Impfung : Impfungen bei der Diakonie in Goch und Geldern

Mit dem Vakzin von Moderna impfte ein Team an zwei Samstagen die Belegschaft der Diakonie in Goch und Geldern. Der Großteil der Mitarbeiter nahm das Angebot an.

(RP) In den Häusern der Diakonie in Goch und Geldern wurden an zwei Samstagen besonders vulnerable Gruppen und Mitarbeiter gegen das Coronavirus erstgeimpft. Darunter Gäste der Tagespflegen, Pflegefachkräfte sowie Nutzer und Mitarbeiter des Ambulant Betreuten Wohnens für Menschen mit Behinderung und in besonderen sozialen Schwierigkeiten (BeWo). Insgesamt hieß es 176 Mal: „Machen Sie bitte den Arm frei!“

Jeder der Berechtigten absolvierte die „Impfstraße“: Papiere beim Empfang abholen, in mehrfacher Ausfertigung ausfüllen, ein Aufklärungsgespräch, dann die Impfung in den Räumlichkeiten der Tagespflege am Ostwall – kurz und schmerzlos. Nach der Impfung blieben die Geimpften noch 15 Minuten, um eventuelle Unverträglichkeiten oder Kreislaufprobleme abzuwarten. Durch die Kapelle der Diakonie ging es wieder nach Hause. Nur bei einigen wenigen Berechtigten war die Angst vor der Impfung und eventuellen Nebenwirkungen so groß, dass sie sich im Vorfeld nicht auf die Liste setzen ließen.

Die ärztliche Nachsorge sei wichtig, meinten die Ärzt Michael Deselaers (Straelen) und Karl-Heinz Krause (Goch), auch wenn die allermeisten keine Impfreaktion zeigten. Einige Tage reagiere die Haut auf den Stich mit einer Entzündungsreaktion und leichtem Muskelkater, bei Kopfschmerzen helfe eine normale Tablette. „Die Impftage vorzubereiten war viel Extra-Arbeit, die wir jedoch gerne gemacht haben“, sagte Anne Rutjes, kaufmännische Leiterin der Diakonie. Viele Daten der Impflinge mussten bereits im Vorfeld eingeholt werden und alle Termine auf drei Stunden verteilt werden. Vor Ort koordinierte Tagespflegeverbundleiterin Angelika Jacobs den reibungslosen Ablauf, ebenso unterstützten Mitarbeitende der Tagespflege, des BeWo und am Empfang.

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Seit Weihnachten ist Farhad Eghtessadi, leitender Impfarzt aus Kleve, mit wechselnden Teams im Kreis Kleve unterwegs. „Viele der Einrichtungen im Kreis haben wir bereits besucht“, erzählte der 54-Jährige. „Die Zusammenarbeit mit dem Kreis Kleve ist wirklich gut“, findet er. Verimpft wurde der mRNA-Impfstoff des US-Herstellers Moderna. „Aus einem Fläschchen ziehe ich elf Spritzen auf“, erklärte Beate Gansen, Pharmazeutisch-Technische-Assistentin (PTA) aus Kervenheim. Auch Menschen mit Angst vor Spritzen wurden so fachgerecht gestochen, dass sie kaum etwas spürten. Jede Verletzung im Haushalt verursacht mehr Schmerzen. Ein Wiedersehen gibt es in ein paar Wochen, dann zur Zweitimpfung – wieder in Goch und in Geldern.

(nik)