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Der Mundharmomikaclub Kervenheim spielt für die Senioren des St. Laurentius Hauses Uedem

Corona-Krise im Kreis Kleve : Musikalische Überraschung für Senioren

Der Mundharmomikaclub Kervenheim spielte für die Bewohner des St.-Laurentius-Heimes in Uedem.

Was für eine schöne Überraschung: Am Freitag, gegen 15 Uhr, erschienen vier ergraute Herren und eine junggebliebene Dame mit Gitarre und Mundharmonika am Uedemer Seniorenheim an der Mühlenstraße, um den Bewohnern eine Freude zu machen. Ein einstündiges Ständchen in der Corona-Krise.

Der musikalische Leiter der Gruppe, Helmut Heckmann, stellte kurz seine Mitstreiter vor: Theo Kröll und Heinz Martens, beide über 80 Jahre alt, und Fred Ertmer, die ihn mit ihrer Mundharmonika begleiteten. Als Spezialgast war Renate Brüx als Sängerin zugegen. Die Musiker gaben in dem Innenhof eine Kostprobe ihres Könnens. „Das war eine spontane Aktion hierher zu kommen, um den älteren Menschen, die zurzeit nur wenig Besuch empfangen dürfen, eine kleine Abwechslung und Freude zu bereiten“, sagte Heckmann.

Pünktlich um 15 Uhr eröffnete die Leiterin der Einrichtung, Susanne Heinrichs, die Veranstaltung. Die Bewohner saßen in der Sonne, wohl geschützt vor dem kalten Wind, im Garten, auf Balkonen und den Terrassen. „Das ist eine gute Idee, uns bei diesem schönen Wetter ein Ständchen zu bringen“, meinte die Hausleiterin und bat alle, mitzusingen.

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Das Konzert begann mit dem Song von Reinhard Mey „Über den Wolken“, mit „Butterfly“ von Daniel Gerard ging es weiter, ehe „Der Junge mit der Mundharmonika“ erklang. „Das darf für einen Mundharmonikaclub nicht fehlen“, erklärte Heckmann augenzwinkerd. Die Anwesenden lauschten der musikalischen Darbietung, spendeten reichlich Beifall und wippten im Takt der Musik so weit es möglich war hin und her. Gleichzeitig schwelgten sie sicherlich in Erinnerungen, denn die Combo intonierte Volkslieder wie „Mein Vater war ein Wandersmann“, „Horch, was kommt von draußen rein“ und „Hoch auf dem gelben Wagen“, alle waren textsicher und sangen mit. Beim „Schneewalzer“ schunkelten die Senioren im Dreivierteltakt mit, es huschte bei einigen so manches Lächeln übers Gesicht und vereinzelt ertönten „Bravo“-Rufe. Kurz vor 16 Uhr erklang das Lied „Aber bitte mit Sahne“, aber Kuchen wurde nicht kredenzt. Insgesamt 15 Songs gaben die fünf Musikanten zum Besten, und der Dank war langer Applaus.

Heckmann verabschiedete sich mit den Worten: „Wir hoffen, Ihnen Spaß und Abwechslung bereitet zu haben, wünschen Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft, und wir kommen nochmal wieder, falls es noch länger dauert“.

Susanne Heinrichs gab nach dem Kurzkonzert des Kervenheimer Mundharmonikaclubs noch einen aktuellen Stand der Dinge: „Unseren 64 Bewohnern geht es zurzeit sehr gut. Wir danken der Uedemer Bevölkerung für deren große Anteilnahme, vor allem dem Kind, das 64 Igel für alle Senioren gebastelt hat.“