1. NRW
  2. Städte
  3. Goch

Der 18. Kesseler Spargelmarkt lockte Aberhunderte von Menschen.

Kessel : Die Kesseler feiern ihren Spargel

Zum 18. Mal hatte der Verkehrs- und Heimatverein Kessel zum Spargelmarkt im Innenhof der St.-Stephanus- Kirche geladen. Hunderte von Gästen genossen viele kulinarische Kreationen des edlen Frühlingsgemüses.

. Es war der erste schöne Frühlingsnachmittag nach vielen kühlen Maitagen. Und so geriet der traditionsreiche Spargelmarkt in wiederum zu einer sehr gut besuchten Veranstaltung, bei der einige Hundert Gäste das edle Frühlingsgemüse mit Sonne, Wein und in gemütlicher Atmosphäre genießen konnten. Zum 18. Mal hatte der Verkehrs- und Heimatverein  (VHV) Kessel  in den Innenhof der St. Stephanus Kirche geladen.

Vier regionale Gastronomen boten frisch zubereiteten Spargel an und zwar in vielen ideenreichen Variationen. Weiße Beduinenzelte, der Musikverein Kessel und eine stimmungsvolle Beleuchtung sorgten für das festliche Ambiente. Insgesamt 30 Helfer des VHV hatten am Vortag aufgebaut und sowohl Kirche als auch Innenhof zusätzlich frühlingshaft geschmückt. Begonnen wurde wie in jedem Jahr mit einer Spargelmesse. Diese hatte Pfarrer Norbert Hürter thematisch angepasst. In seiner Predigt beschrieb er das Emporwachsen des Spargels als österliche Auferstehungsbotschaft. Bei der Ernte der Spargelstangen käme es außerdem darauf an, den „richtigen Moment“ zu treffen. Dies lehre uns, auch bei wichtigen Lebensentscheidungen nicht den richtigen Zeitpunkt zu verpassen. Nach der Kirche waren die Gottesdienstbesucher sogleich mitten im Geschehen. Zahlreiche Gäste kamen noch dazu, zügig bildeten sich Warteschlangen überall dort, wo es was zu trinken oder zu essen gab. Die Spargeltöpfe verströmten den unverwechselbaren Duft, die Sitzgelegenheiten waren schnell besetzt, und auf allen Tischen sah man bereits die Portionsschalen mit den Spargel-Leckereien. Das Team der Metzgerei Quartier hatte das Edelgemüse in Wraps verpackt mit Schnitzel-, Schinken oder Hähnchenstreifen. Als Beilage gab es einen fantasievollen Spargelsalat.

  • Teilnehmer und Organisatoren des Spargelmarkts von
    Kessel : Kessel lädt ein zum Spargelmarkt
  • Goch-Kessel : Zum Spargelmarkt kam die Sonne raus
  • Die Verbandssparkasse Goch-Kevelaer-Weeze und die Sparkasse
    Goch-Kevelaer-Weeze und Rhein-Maas : Sparkassen im Kreis Kleve prüfen Fusion

„Kleine Portionen sind ein gutes Konzept, so kann man von allen Ständen was probieren“, sagte Annette Derksen. Mit Ehemann Michael ist sie sowohl in der Kirchengemeinde aktiv als auch Mitglied im VHV und hatte  die Spargelmesse mit gestaltet. Jens Barten vom Restaurant zum Schwan aus Asperden hatte zum Spargel den klassischen Tafelspitz gekocht, mit selbstgemachter Remouladensoße nach altem Hausrezept. Ein „Sonntagsessen“, wer mochte mit Spargelcremesuppe vorweg und Erdbeeren mit Sahne zum Dessert. Stammgäste beim Spargelmarkt sind Ulrich und Heike Zwanziger aus Goch. „Der Spargel aus Kessel ist ganz besonders“, so Zwanziger. Er habe auch schon den aus Walbeck probiert, aber es gäbe da auf jeden Fall einen Unterschied im Geschmack. Am Stand vom Spargelhof Ophey gab es die klassische Maibowle mit Erdbeeren. Hier wurde der Spargel auch im Pfannkuchen serviert oder mit den beliebten „Kartoffel-Dippern“. Im Salat leuchteten innovativ die Erdbeeren, und als Nachtisch lockten „Pommes-Waffeln mit Erdbeeren und Vanillesoße“. Das Kesseler Gasthaus Stoffelen beteiligte sich ebenfalls mit einer Auswahl kreativer Spargelideen, zum Beispiel „Spargelwurst“. Und überall war die Kartoffel mit vertreten, frittiert oder gebraten, aber stets mit Dip. Für Wein, Bier und andere Getränke sorgte der VHV. „In diesem Jahr haben wir zwei Getränkestände, damit die Wartezeit verkürzt wird“, erklärte Bernd Thönnesen, Vorsitzender der VHV. Weiter hätten sie mehr Sitzplätze eingerichtet. Er zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung, in seiner Begrüßungsrede hob er besonders die vielen Helfer hervor, die den Spargelmarkt möglich machten. Er dankte ausdrücklich Irmgard Kruse, Yvonne Binn und Andrea Wientjens für die Organisation. Für die 18. Ausgabe hat der Verein drei weitere Zelte angeschafft. „Es wir somit auch weiter gehen“, sagte Thönnesen.