„Mea Optima“ Das ist das neue Seniorenheim in Goch

Goch · Das neue Seniorenheim der WH Care Group mit dem Namen „Mea Optima“ wurde am Mittwoch eröffnet. Etwa 30 Mitarbeiter sind schon eingestellt, für das Betreute Wohnen gibt es eine Warteliste.

Jessica Schrinner, die Einrichtungsleiterin (links), und Pflegedienstleiterin Stefanie Struck vor dem gerade eröffneten Seniorenheim. Ab dem 6. Februar ziehen Bewohner ein.

Jessica Schrinner, die Einrichtungsleiterin (links), und Pflegedienstleiterin Stefanie Struck vor dem gerade eröffneten Seniorenheim. Ab dem 6. Februar ziehen Bewohner ein.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Bürgermeister Ulrich Knickrehm hatte schon einige Tage zuvor seinen Antrittsbesuch gemacht und war damit für die offizielle Eröffnung entschuldigt. Auch sonst waren Gesichter aus dem Gocher Stadtbild rar, zum Start des neuen Altenheims trafen sich vorrangig Mitarbeiter, Kooperationspartner und Interessenten für die Zimmer und Wohnungen. Die Hauptpersonen fehlten ebenfalls noch: Erst ab kommendem Montag ziehen die ersten Bewohner ein. Darauf freut sich Einrichtungsleiterin Jessica Schrinner, die gemeinsam mit Marcus Mollik, dem Geschäftsführer der WH Care Group, am Mittwoch die Gäste begrüßte, schon sehr.

Wie berichtet, ist nahe des großen Gocher Baugebiets Neu-See-Land am Ostring / Ecke Änne-Biermann-Straße ein Seniorenheim errichtet worden, das „Lebens- und Gesundheitszentrum Mea Optima“ mit stationärer Pflege, Kurzzeitpflege und Betreutem Wohnen. 80 Pflegezimmer und 15 Appartements für Betreutes Wohnen sind entstanden, das Interesse gerade an letzteren ist groß. An diesem Tag ist Georg Walter hunderte Kilometer angereist, um sich „seine“ Wohnung und das Umfeld noch mal anzusehen. Sein Sohn Fritz Walter, der in Weeze lebt, möchte den betagten Vater gerne in seiner Nähe haben. Eine passende Wohnung zu finden sei ungeheuer schwer, und das neue Heim gefällt dem Senior insbesondere von der Lage her sehr. „Schön zum Spazierengehen am See, aber auch mit einem Geschäft gleich gegenüber, das ist gut“, findet er. Ob es zum Einzug kommt, ist noch unklar, es gebe eine Warteliste.

Pflegedienstleiterin Stefanie Struck ist wie ihre Chefin Jessica Schrinner schon seit Monaten vor Ort und hat die Endphase des Baus samt der Einrichtung des Hauses begleitet. Viele Bewerbungsgespräche haben die Frauen geführt, „lange Zeit noch im Bauwagen“, erinnert sich die Leiterin schmunzelnd. Laut Aussage des WH Care-Geschäftsführers seien inzwischen etwa 30 Mitarbeiter eingestellt, genug, um erst mal anzufangen. Bis das Haus voll belegt sei, werde noch einige Zeit vergehen, weiß Schrinner, aber das sei auch gut so. Alles müsse sich ja noch einspielen. Mollik versichert, bisher gelinge es gut, Personal zu finden, auf Sicht werde man in Goch wie an den anderen WH-Standorten auch mit Personal aus Indien, von den Philippinen und aus Tunesien zusammenarbeiten. Das Unternehmen betreibe eine eigene Rekrutierungsfirma und habe damit gute Erfahrungen gemacht. „Zudem bilden wir auch selbst aus“, sagt er.

Jessica Schrinner weiß, dass die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Branche einen hohen Stellenwert haben. Zeitgemäße Pflegemöbel, geräumige Zimmer, die Küche im Erdgeschoss und nicht etwa im Keller – das macht es auch dem Personal leichter. Die heutige Leiterin der  Einrichtung war zuvor Pflegedienstleitung, hat in den Kreisen Kleve, Wesel und Viersen gearbeitet und dabei erfahren, wie wichtig das Team ist. Mit Stefanie Struck und den übrigen schon eingestellten Kräften setzt sie darauf, schnell zu einer starken Gemeinschaft zu werden. Ein „Wertebaum“ auf einem Werbeschild weist auf wichtige Schlagworte hin, die es zu berücksichtigen gibt: Verantwortung, Respekt, Professionalität, aber auch Wirtschaftlichkeit.

Zur Eröffnung gab es neben Getränken Waffeln und Suppe aus der eigenen Küche, aber auch die Gelegenheit, die Mitarbeiter und die Kooperationspartner kennenzulernen. Es gibt einen Anbieter von Fußpflege, der ins Haus kommt, eine Apotheke, die die Medikamente bringt, einen vertraglich angebundenen Reha-Spezialisten, eine Pflegeschule, die die Ausbildung begleitet und eine Zahnarztpraxis, deren Mitarbeiter einmal im Vierteljahr nach den Zähnen und Prothesen der Bewohner schauen und die Pflegenden in Sachen Mundpflege schulen. An vieles ist gedacht, nun muss sich der „Neue“ unter den Gocher Anbietern bewähren.