Das Maifest lockt Tausende von Gästen in die Innenstadt von Goch.

Maifest : Grenzenlos miteinander: Maifest in Goch

Am Sonntag lockt der Werbering mit Partnern Abertausende von Menschen in die Innenstadt. Die niederländische Nachbarstadt Gennep ist mit an Bord. Programm reicht von Modenschauen über Musik bis zu Oldtimern.

„Miteinander geht es besser und ist auch viel schöner“, sagte Karin Arntz, Vorsitzende des Gocher Werberings bei der Vorstellung des Programms für das bevorstehende Mai- und Brunnenfest. Am Sonntag, 5. Mai, wird das Stadtfest mit einem vielfältigen Programm die Sonntagsbummler in die Innenstadt locken. „Grenzenlos Miteinander“ lautet das Motto, und damit ist nicht nur gemeint, dass Goch an der Grenze zu den Niederlanden liegt. Durch die in Goch lebenden Flüchtlinge gibt es nun auch innerhalb der Stadt kulturelle Grenzen, die es zu überwinden gilt. Zum zweiten Mal machen die zugereisten Mitbürger mit am Aktionsprogramm rund um den Markt, entlang der Voßstraße, der Frauenstraße, Steinstraße und Auf dem Wall.

Seit einigen Jahren beteiligt sich der Gocher Heimatverein am Mai- und Brunnenfest. Thema sind die vielfältigen Verbindungen zur niederländischen Nachbarstadt Gennep, hier besonders die Zusammenarbeit mit der Stichting Goch-Niers-Gennep (GNG). Zu Gast von dort sind die Musik-Gruppe SumMertime, der Chor „Vocalgroup Goldies“ und die Band „Get araound“. Für sie wird auf der Steinstraße eine der zwei Bühnen aufgebaut sein. „Und gemeinsam mit den Messdienern von St. Arnold Janssen bewirten wir die Besucher ,op de stop’ in der Steinstraße“, sagte Theo Aymans vom Vorstand des Heimatvereins. Er verwies auch auf die Ausstellung „150 Jahre Boxteler Bahn“ im Fünf-Ringe-Haus, die an diesem Sonntag ebenfalls geöffnet sein wird. Eine Besucher-Delegation aus Gennep von rund 150 Personen ist bereits angemeldet. Zweisprachige Stadtführungen sind geplant.

Die zweite große Bühne befindet sich auf der Frauenstraße. Dort werden Gruppen der Tanzschule Axmann unter der Leitung von Nadine Blazek Hip Hop und schwungvolle Tänze aus ihrem Repertoire zeigen. Weiter präsentieren fünf Mini-Tanzgarden der Gocher Karnevalsvereine ihre bunten Showtänze. „Der Dank des Werberings geht an dieser Stelle an den Inhaber der ,s´Hansibar’, Ralf Jansen, der seinen Saal den Tanzgruppen zur Vorbereitung zur Verfügung stellt“, betonte Karin Arntz. Beate Vondermans, Inhaberin von Juwelier Wilke in der Frauenstraße, bietet kostenlose Gravuren für Liebesschlösser an. Seit einigen Jahren Tradition hat die Oldtimerausstellung am Anfang der Frauenstraße. Monika Riße, Ansprechpartnerin bei der Stadt Goch für Integration und Flüchtlinge, ist mit einigen Teilnehmern des „Runden Tisches“ dabei. Vor und im Arnold-Janssen-Haus bieten sie nicht nur Kulinarisches, sondern auch Informatives aus ihren Heimatländern. Auf dem Marktplatz versammeln sich die  Gocher Autoprofis und zeigen ihre Neuheiten. „Hier können die Besucher schon mal einen exklusiven Blick auf die Modelle 2020 werfen“, so Theo Küppers. Für die Kinder gibt es eine kostenlose Kugel Eis, während die Eltern sich informieren. Sie können sich auch am Piraten-Kletterpark ausprobieren oder im 3D-Simulator eine Achterbahnfahrt erleben. Am Spielemobil in der Steinstraße können sie außerdem Jonglieren, malen, hüpfen. Für Groß und Klein steht auf dem Markt noch eine Fußball-Dartscheibe bereit. „Unsere Blaulichtmeile ist die Steinstraße“, sagte Veranstaltungstechniker Axel Holl. Dort agieren Feuerwehr und der DLRG, ein Überschlagsimulator steht auch bereit. Bunt wird es in der Fußgängerzone der Voßstraße. Drei Modenschauen auf dem roten Teppich sind im Hause Vrede zu sehen. Optiker Gerigk gewährt wieder seinen beliebten Blick durch die Rauschbrille, der darüber aufklärt, wie Alkohol, Medikamente und Drogen die Wahrnehmung und die Reaktion verändern. Im Geschenkehaus Peters wird eine WMF-Beraterin zu Gast sein und bei einer Pfannenvorführung viele gute Tipps für Hobbyköche geben.

Überraschungen mit Erdbeeren hält Bäcker Reffeling bereit. Musik gibt es auch hier: vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr vor der Gaststätte „Den Hollander“ und dem „Dweilorkest de Joekels“ aus Boxmeer. Für einen guten Zweck „buzzern“ kann man bei der Volksbank an der Niers, die für jede gespielte Paarung fünf  Euro an eine gemeinnützige Einrichtung spendet. Karin Arntz dankte allen Organisatoren für die Vorbereitung. Der verkaufsoffene Sonntag sei nach wie vor sehr wichtig für den Einzelhandel. Er steigere nicht nur den Umsatz, sondern bringe durch auswärtige Gäste in die Stadt und erweitere den Kundenkreis.

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