Das ist zu beachten wenn 8000 Tamilen nach Kevelaer kommen

Wallfahrtsort Kevelaer : Bunt, bunter, Tamilenwallfahrt

In den vergangenen Jahren waren es 10.000 Pilger, die an diesem besonderen Tag im Jahr dabei waren. Anziehungspunkt sind nicht nur das Gnadenbild, sondern auch der Markt mit exotischen Gewürzen und Saris.

In den vergangenen Jahren kamen bis zu 10.000 Gläubige zur Wallfahrt der Tamilen nach Kevelaer. Am Samstag ist es wieder soweit. Wir haben zusammengestellt, was das Besondere der Wallfahrt ist und was es zu beachten gibt.

An- und Abreise Die ersten tamilischen Gäste sind bereits angereist. Die Hauptanreisezeit ist laut Georg Metzelaers vom Ordnungsamt der Stadt Kevelaer am Samstag ab 9 Uhr und dauert bis 14 Uhr. Um 18 Uhr beginnt die Rückreisewelle. Das Gros seien Tagesbesucher.

Bei der tamilischen Wallfahrt ist natürlich das Gnadenbild eine der Stationen, die die Pilger besuchen. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Busse Am Samstag fahren keine Kevelaerer Bürgerbuslinien. „Aufgrund des zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommens auf den Hauptverkehrsachsen der Stadt steht zu erwarten, dass die Fahrpläne nicht eingehalten werden können. Die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer der Linien Kevelaer-Kervenheim, Kevelaer-Twisteden, Kevelaer-Wetten und Kevelaer-Winnekendonk hoffen auf das Verständnis ihrer Fahrgäste.“

Markt Auf dem Basilikaparkplatz findet ein tamilischer Markt mit vielen Spezialitäten statt, den auch viele Kevelaerer zu schätzen wissen. Es gibt exotische Gewürze, Speisen und farbenfrohe Saris.

Nahverkehr Anlässlich der Tamilenwallfahrt verstärkt die Nordwestbahn am Samstag, 10. August, ihre Züge auf der Linie RE 10 (Niers-Express) vor allem in den Morgen- und Abendstunden.

Parkplätze Die tamilischen Gäste werden mit Umfahrungshinweisen zu den Parkplätzen am Hallenbad und an der Kroatenstraße gelotst. Nichtsdestotrotz kann es auch auf den innenstädtischen Parkplätzen an diesem Tag sehr voll werden.

Sperrungen Gesperrt werden nur die Friedensstraße und die Basilikastraße. Anwohner können natürlich noch zu ihren Häusern. Ansonsten werden die Straßen aber frei gehalten, damit die Händler ungehindert ihre Waren zum tamilischen Markt bringen können. Außerdem sollen die Straßen frei bleiben als Rettungsweg.

Tradition Früher hatten die Tamilen in Madu auf Sri Lanka ihren Wallfahrtsort. In den 80er Jahren begann der Bürgerkrieg auf Sri Lanka und viele Tamilen flüchteten, auch nach Europa. Kevelaer wurde zu ihrem Wallfahrtsort, an dem sich nicht nur Katholiken, sondern auch Hindus versammeln, erklärt Mariadasan Trevin-Niraj, Sekretär des Tamilenseelsorgeamts Deutschlands. 1987 fand die erste Wallfahrt statt, damals mit 43 Personen.

Vorbereitungen Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Tamilenwallfahrt bilde den Auftakt für die besucherstärkste Zeit der Kevelaerer Wallfahrt, erklärt Rainer Killich, Generalsekretär der Wallfahrt. Die Hauptamtlichen von St. Marien, viele Ehrenamtliche, der Veranstalter (Tamilenseelsorge mit Sitz in Essen) und die Stadt Kevelaer sorgen für einen reibungslosen Ablauf. „Die Besonderheit dieser Wallfahrt ist allen Einsatz wert“, sagt Killich. „Viele freundliche, liebenswerte Menschen kommen, und das gibt ein schönes Bild. Deswegen tun wir das auch gerne.“

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